Schreiner aus Quentel schnitzte kunstvoll

Hugenottenkreuz für Kirche St. Ottilien

Unterm Kreuz aufgestellt: Petra Wolfrom (von links), Schreinermeister Kurt Werner, Pfarrerin Andrea Holler, Jochen Desel und Elke Letzing. Foto: T. Hartung

Helsa. Für die Hugenotten hat ihr Kreuz eine ganz besondere Bedeutung. Das wurde auch bei der Begrüßung des neuen handgeschnitzten Hugenottenkreuzes beim Festgottesdienst vor 40 Gästen in der Kirche Sankt Ottilien deutlich.

„Wie schön, dass es jetzt da ist“, sagte Pfarrerin Andrea Holler und erklärte eine Menge zur Geschichte der Hugenotten und der Symbolik des Kreuzes. Ein Hugenottenkreuz soll nicht im Mittelpunkt stehen, die Bibel als Wort Gottes soll das Zentrum bilden. Außerdem muss das Kreuz hängen oder getragen werden. Aus diesem Grund wurde es auch an der Wand hinter dem Altar angebracht.

In stundenlanger Arbeit hat Schreinermeister Kurt Werner aus Quentel das Hugenottenkreuz gefertigt. Es ist ein Zeichen, das auf die Herkunft und die Geschichte der Hugenotten verweist.

Die vier Kreuzarme entsprechen den Evangelien, die Kugeln stehen für die acht Seligpreisungen der Bibel in der Bergpredigt. In der Tradition stehen sie auch für die Tränen der Verfolgten. Die vier Lilienblüten aus je drei Blättern symbolisieren die zwölf Apostel und zeigen die Verbundenheit der Hugenotten mit ihrem Vaterland. Die herabfliegende Taube ist das Symbol für den Heiligen Geist.

Die Predigt zum Hugenottengottesdienst hielt Jochen Desel, Dekan im Ruhestand und Vizepräsident der Deutschen Hugenottengesellschaft. (pth)

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