Hund im Fuchsbau: Feuerwehr grub fünf Stunden

Baunatal. Was am Samstag um 7.30 Uhr mit dem Übermut des zweieinhalbjährigen Foxterrier-Mischlings Henrik begann, endete in einer stundenlangen Rettung durch 20 Feuerwehrleute.

Am Ende wurde der schweißtreibende Aufwand belohnt und Halterin Heike Ewald-Lange aus Hertingshausen konnte ihren „Henni“, wie sie ihn liebevoll nennt, wieder in die Arme schließen. Am Morgen war sie mit ihrem Hund spazieren gegangen, als dieser sich aus dem Halsband riss und am Ufer des Pilgerbaches in einem Fuchsbau verschwand. Nachdem Ewald-Lange eine Stunde lang auf dessen Rückkehr aus dem Höhlensystem gehofft hatte, rief sie die Feuerwehr.

„Ich machte mir Sorgen, als er aufhörte, zu bellen“, erzählt sie. 20 Kameraden der Feuerwehren aus Hertingshausen, Altenritte und Kirchbauna rückten mit Spaten und Schaufeln an. Mit einer schlauchartigen Kamera, die normalerweise beim Kanalrohrbau zum Einsatz kommt, konnte die Feuerwehr die Position des Tieres bestimmen. Es hatte sich festgebuddelt und saß in der Klemme.

Während die Feuerwehrleute im Wechsel etwa zehn Kubikmeter Erde wegschaufelten, machte Ewald-Lange ihrem Hund immer wieder Mut: „Henni, komm, es gibt ein dickes Würstchen“, rief sie immer wieder in die Höhle. Mehrfach glaubten die Einsatzkräfte kurz vor dem Ziel zu sein, immer wieder wurden sie enttäuscht. Als die Arme schwer vom Graben waren, erreichten sie nach fünf Stunden das Tier, das mit Kochsalzlösung und einer Wärmedecke aufgepeppelt wurde.

So einen Einsatz hatten die Retter noch nie erlebt. Heike Ewald-Lange versprach, ihrem „Henni“ beim Gassigehen jetzt immer ein Geschirr anzulegen. (bal)

Bilder von der Rettung

Feuerwehr Rettet Hund in Hertingshausen

Rubriklistenbild: © Feuerwehr

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.