Lohfelden greift auf öffentlichen Plätzen und Spielplätzen durch

Hunde auf öffentlichen Plätzen an die Leine

Leinenzwang: Unser Bild zeigt Christa Jühne (links) und Walter Ewald mit ihren Hunden an dem beliebten Hundespazierweg entlang des Wahlebachs. Dieser Bereich ist von der Anleinpflicht ausgespart. Archivfoto: Wohlgehagen/nh

Lohfelden. Auf Spielplätzen und Naherholungsflächen in Lohfelden tritt mit Beginn des neuen Jahres eine Anleinpflicht für Hunde in Kraft. Das hat die Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen.

Die Neuregelung gilt für Hundehalter und Personen, die die tatsächliche Gewalt über Hunde ausüben, auf folgenden öffentlichen Flächen: Grüne Mitte (ohne Hundeauslauffläche), Vorsterpark, Berliner Platz, Erholungsgebiet rund um den Bürgersee und alle Kinderspielplätze in der Gemeinde Lohfelden. Das Rathaus wird die Bereiche beschildern. Alle bisherigen Schilder seien ohnehin nicht rechtswirksam gewesen, deshalb habe man Verstöße bisher auch nicht ahnden können, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD) während der Sitzung.

Der Verwaltungschef begründete die Einführung der Leinenpflicht mit vermehrten Hinweisen besorgter Bürger über freilaufende Hunde in den Erholungs- und Freizeitanlagen. Besonders Kinder fühlten sich bedroht: Niemand könne einschätzen, ob ein Hund gefährlich sei, hieß es in der Beschlussvorlage für das Parlament.

Die Rechtslage in Hessen sieht eine Anleinpflicht für Hunde nicht vor. Die bisher für das Bundesland geltende Hessische Hundeverordnung, die Hundehaltern lediglich eine Aufsichtspflicht aber keinen Leinenzwang abverlangte, tritt Ende des Jahres außer Kraft. Auch deshalb hat sich die Gemeinde laut Reuter zum Schutz der Kinder und aller Bürger zum Handeln verpflichtet gesehen.

Dr. Eike Bornmann (SPD) erwartet, „dass die Neuregelung dazu beiträgt, das auskömmliche Miteinander von Hundehaltern mit anderen Bürgern zu organisieren“, zumal es in der Vergangenheit insbesondere auf Naherholungsflächen zu unliebsamen Begegnungen gekommen sei. Die Gemeindevertretung nahm die neue Hundesatzung gegen eine Stimme mit großer Mehrheit an. (ppw)

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