Ahnataler verärgert über Verschmutzung von Grünflächen – Furcht vor Racheakten bei Beschwerden

Hundekot stinkt vielen gewaltig

Ahnatal. Probleme mit Hundekot hat fast jede Gemeinde und selbst aufgestellte Tütenspender können diesen nur bedingt entgegenwirken. In Ahnatal nimmt derzeit die Verschmutzung durch die Ausscheidungen der Vierbeiner zu. Dieses Gefühl haben zahlreiche Bewohner.

„Man kann kaum spazieren gehen, ständig muss man auf den Boden schauen“, klagt der Ahnataler Manfred Nockert. Beliebt ist dabei unter anderem die Grünfläche zwischen Cottbuser und Leipziger Straße.

Einen Tütenspender für das Entsorgen von Hundekot hat die Gemeinde dort installiert, mit dem Ergebnis, dass Tüten herausgerissen und auf den Boden verteilt werden. Vandalismus statt Pflichtbewusstsein.

„Wenn man sagt, wie die Situation ist, kann man fest mit Racheaktionen rechnen.“

ein Anwohner vom Kammerberg

Auch am ökumenischen Kirchenzentrum am Kammerberg ist die Verschmutzung ein Problem. „Wir müssen hier teilweise vor Gottesdiensten die Straßen säubern, um die Besucher vor der Belästigung zu schützen“, berichtet Pfarrer Wilfried Ullrich. Zwischen den ordentlich gepflegten Rosen neben dem Kirchenzentrum sei die Situation teilweise schlimm. Besonders prekär: Genau auf der anderen Straßenseite befindet sich der Kindergarten. Viele Ahnataler sind verärgert über die Verschmutzung, Beschwerden gibt es dennoch kaum.

„Wenn man sagt, wie die Situation ist, kann man fest mit Racheaktionen rechnen“, meint ein Anwohner vom Kammerberg. Vom hingeworfenen Hundekot im eigenen Garten bis zur angedrohten Brandstiftung könne dies reichen, so der Ahnataler.

Auch Ute Fischenich ist verärgert über die Verschmutzungen. Sie ist selbst Hundebesitzerin und geht stets mit Tüte aus dem Haus. „Vielleicht gibt es teilweise zu wenig Tütenspender, aber das kann keine Entschuldigung sein“, meint sie. Jeder könne schließlich selbst eine Tüte mitnehmen.

Als Hundebesitzer stehe man regelmäßig unter Generalverdacht, dennoch sei es wichtig, eine Vorbildfunktion zu übernehmen und den Kot sofort zu entfernen, meint Fischenich.

Denn die Verschmutzung durch die Exkremente sei für keinen Bürger zumutbar. HINTERGRUND

Von Tobias Kisling

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