Anwohner wollen nicht, dass Weg asphaltiert wird

Ibachtal: Streit um Straßenbelag

Tilo Küthe

Helsa. Unstimmigkeiten zwischen der Gemeinde und Anwohnern des Ibachtales in Helsa herrschte bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Nachdem ein Anwohner des Wochenendhausgebietes den Antrag gestellt hatte, einen Teil der Schotterstraße auf eigene Kosten asphaltieren zu lassen, meldeten sich seine Nachbarn zu Wort.

„Die Autos heizen schnell genug über die Schotterstraße.“

„Solche Baumaßnahmen wollen wir nicht“, sagte ein Anwohner und erklärte, er habe sich vor dem Kauf seines Grundstückes bei der Gemeinde ausdrücklich über eventuelle Bauvorhaben informiert. „Es hieß, eine Asphaltierung sei nicht geplant.“ Allerdings wurde der Antrag bereits einstimmig beschlossen.

In einem Gespräch mit Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) machten die Anwohner ihrem Ärger Luft. Es sei über ihre Köpfe hinweg entschieden und sie seien über das Bauvorhaben nicht informiert worden. Außerdem sehen sie - im Gegensatz zum Bürgermeister - keine Vorteile. „Die Autos heizen schnell genug über die Schotterstraße“, bemerkte ein Anwohner. „Wenn diese jetzt auch noch befestigt wird, wird nur noch gerast.“ Ein weiterer Punkt sei die Bodenversiegelung. „Das Wasser kann nicht mehr versickern, sondern fließt den Hang herunter zu den Häusern.“ Die Anwohner sind sich sicher: „Uns geht ein großes Stück Ruhe und Lebensqualität verloren.“

Küthe zählte dagegen die Vorteile einer Asphaltierung auf: „Es entstehen weder für Anwohner, noch für die Gemeinde Kosten. Hinzu kommt, dass eine asphaltierte Straße deutlich günstiger im Unterhalt ist.“ Die Baumaßnahmen würden fachgerecht ausgeführt und von der Gemeinde begleitet, sicherte der Bürgermeister zu. Gegen den Beschluss wollen die Anwohner Einspruch einlegen. (pgr)

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