Land investiert 500.000 Euro

Sanierung der Brücke über ICE-Trasse: Bauarbeiten liegen im Zeitplan

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Mit hohem Wasserdruck herausgespült: Die oberste Betonschicht wurde auf dieser rechteckigen Fläche am nördlichen Brückenbeginn der östlichen Fahrbahn beseitigt.

Fuldatal. Im Soll sind die Arbeiten an der Brücke über die ICE-Trasse im Verlauf der Veckerhagener Straße in Ihringshausen. Das sagt Gerd Bohne, Sprecher der Straßenbaubehörde Hessen Mobil. In die Sanierung der Brücke investiert das Land 500.000 Euro.

Seit Anfang September wird an der westlichen Fahrbahn von der Ortsmitte Richtung Kassel gearbeitet. In zwei bis drei Wochen soll diese wieder fertig sein und die östliche Fahrbahn in Angriff genommen werden. Anfang Dezember, so die Planungen, soll die Brücke komplett saniert sein. Während der Arbeiten wird der Verkehr mit Ampeln geregelt einspurig an der Baustelle vorbeigeführt.

Mit großen Überraschungen rechnen die Verantwortlichen nicht, „anders als wenn man mit Erdreich zu tun hat, weiß man im Vorfeld bei Brückenbauwerken, was gemacht werden muss“, meint Bohne.

Übergang: Links das Widerlager, rechts die Brücke, an der vorhandenen Armierung werden die Stahlteile der neuen Verbindung verankert.

Und das sind bei der Brücke in erster Linie die Übergangskonstruktionen zwischen dem eigentlichen Brückenbauwerk und den Widerlagern, erklärt der zuständige Projekt-Ingenieur von Hessen Mobil, Carsten Spielmann.

Diese Konstruktion besteht aus zwei Stahlteilen und Material, das die Bewegung von Brücke und Widerlager mitmache, deren Beton sich je nach Temperatur ausdehnt oder zusammenzieht. Die Stahlteile nehmen die Kräfte der Brücke, die Zugspannung, auf. Die Stahlteile wiederum werden mit der Armierung von Brücke und Widerlager verankert.

Die Übergangskonstruktion sei ein Verschleißteil, das bei diesem Bauwerk zuletzt 1981 ausgetauscht wurde, sagt Spielmann. Damit hielt die Konstruktion länger als die veranschlagte Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Zuletzt drohte der Übergangsbereich aber undicht zu werden, was zu gravierenden Schäden führen könne. Also jetzt die Sanierung, wobei der Beton im Bereich des Übergangs schonend per Wasserhochdruck (2800 bar) entfernt wurde. Dadurch könne die alte intakte Armierung weiterverwendet werden. Neben den Übergängen werden auch „leichte Fahrbahnschäden“ beseitigt. Abschließend werden jeweils die Fahrbahnen samt Versiegelung, Abdichtung und Asphaltschicht vor, auf und hinter der Brücke erneuert, sagt der Projekt-Ingenieur.

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