Annalena Reuse ist neue Jugendarbeiterin der drei evangelischen Kirchen in Ahnatal

„Ich will Anlaufstelle sein“

Anlaufstelle: Annalena Reuse ist die neue Jugendarbeiterin der drei evangelischen Kirchengemeinden von Ahnatal. Ihr Büro hat sie im Ökumenischen Zentrum am Kammerberg eingerichtet. Im Einsatz ist die 24-Jährige in ganz Ahnatal. Foto: Schilling

Ahnatal. Langsam nimmt das Büro von Annalena Reuse im Ökumenischen Kirchenzentrum am Kammerberg Gestalt an. Die notwendigen Anschlüsse für Telefon und Computer sind gelegt, ein neuer Schreibtisch steht bereit, erste Bilder hängen an den Wänden. Viel Zeit verbringt die 24-Jährige dort im Moment allerdings nicht.

Seit sie am 1. November die Stelle als neue Jugendarbeiterin der evangelischen Kirchengemeinden von Ahnatal angetreten hat, ist sie viel unterwegs. „Ich habe mich erst einmal überall vorgestellt und auch die Konfirmandengruppen besucht, um die Jugendlichen kennenzulernen“, erzählt Annalena Reuse. Sie hat die Nachfolge von Bernd Mai angetreten, der im Sommer in den Ruhestand gegangen ist.

Eine erste Aktion hat die Sozialpädagogin gemeinsam mit Jugendlichen organisiert: den Kinderaktionsstand beim Ahnataler Weihnachtsmarkt. Und sie hat auch schon andere Angebote im Kopf, etwa einen Mädchennachmittag.

„Ich möchte mit den Jugendlichen gemeinsam Projekte entwickeln.“

Annalena Reuse

Wichtig ist ihr aber vor allem, auf die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen einzugehen. „Ich möchte mit ihnen gemeinsam Projekte entwickeln und wünsche mir, dass sie hier eine Anlaufstelle und einen Ansprechpartner finden.“

Eine Unbekannte ist Annalena Reuse in Ahnatal nicht. Sie kommt aus der Gemeinde und lebt in Weimar. Ihr Studium der Kindheitspädagogik hat sie in Darmstadt absolviert; ein Abschluss, der den Beruf der Erzieherin und der Sozialpädagogin vereint. Anschließend hat sie zwei Semester Gemeindepädagogik studiert, als Voraussetzung für den Masterstudiengang Religionspädagogik. Den wird sie voraussichtlich im Juni des kommenden Jahres abschließen. Bis dahin arbeitet sie darum mit reduzierter Stundenzahl von 15 Stunden wöchentlich, ab Juli wird sie dann 30 Stunden für die Jugendlichen der Ahnataler Kirchengemeinden im Einsatz sein.

Erfahrungen gesammelt

Berufliche Erfahrungen hat Annalena Reuse bereits in Kindergärten, einer Krippe und einer Kinder- und Jugendwohngruppe gesammelt. Zudem unterrichtet sie im Rahmen ihres Masterstudiengangs derzeit an der Ahnatal-Schule Vellmar in einigen Klassen evangelische Religion. „Ich bin richtig glücklich mit dem, was ich mache“, sagt sie über ihre Arbeit. Viel freie Zeit bleibt ihr momentan nicht neben Studium und Beruf. Doch die, die sie hat, verbringt Annalena Reuse mit Lesen, Reisen und mit ihren Freunden. „Und ich bin ein absoluter Familienmensch“, erzählt sie.

An der Stelle der kirchlichen Jugendarbeiterin in Ahnatal hat sie unter anderem die Möglichkeit gereizt, mit Jugendlichen zu arbeiten. „Die Arbeit in Kindergärten ist toll. Aber ich wollte gerne etwas Neues ausprobieren“, sagt die 24-Jährige. „Es ist eine Herausforderung, in drei Kirchengemeinden zu arbeiten und für alle gleich da zu sein. Aber ich habe mich hier sofort gut aufgenommen gefühlt. Ich kann jeden in den Gemeinden ansprechen, und bekomme Hilfe wenn ich sie brauche.“

Kontakt: Feste Bürozeiten hat Annalena Reuse derzeit nicht. Die neue Jugendarbeiterin der evangelischen Kirchengemeinden in Ahnatal ist aber telefonisch zu erreichen unter 0 56 09/8 09 28 60. Infos gibt es zudem auf der Homepage www.kirche-ahnatal.de

Von Meike Schilling

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