Lohfelden erarbeitet Klimaschutzkonzept – Reuter: Nicht gegen die Bürger

Ideen für die Energiewende

Noch viel Arbeit auf dem Weg zur Energiewende: Der stellvertretende Bürgermeister, Klaus Steffek (SPD), (rechts), eröffnete die zweite Sitzung der Steuerungsgruppe für das Klimaschutzkonzept für Lohfelden. Mit auf dem Bild sind (von rechts) Bauamtsleiter Rolf Schweitzer, der Kasseler Architekt Elmar Kriesten und Projektmanager Patrick Ehmann (DeEnet). Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Bis März 2012 soll das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Lohfelden fertig gestellt sein. An dieser Zielsetzung arbeitet eine mit Kommunalpolitikern und Bürgern besetzte Steuerungsgruppe, die jetzt erneut über Maßnahmen und Ideen auf dem Weg zur „Energiewende 2030“ beraten hat. Mitglieder der Arbeitsgruppe berichteten über die CO2-Bilanz für Lohfelden und über Veranstaltungen mit örtlichen Akteuren. Bürgermeister Michael Reuter (SPD) nahm zur Kritik an der Planung für die Passivhaussiedlung im Neubaugebiet Lindenberg Stellung.

„Wir werden das Mobilitätskonzept nicht gegen die Bürger durchsetzen“, sagte der Verwaltungschef. Die Beteiligung der Bürger habe jedoch sichtbar gemacht, so Michael Reuter, dass die Bauherren Häuser mit sehr niedrigem Energieverbrauch wollen.

Zu den Maßnahmenvorschlägen gehört die Einstellung eines Klimaschutzmanagers. Außerdem wird die Beteiligung an interkommunalen Windparks erwogen. In die finanzielle Förderung will die Gemeinde nur noch energetische Projekte einbeziehen, für die ein Gesamtkonzept vorgelegt wird.

Manuela Nutz vom Klimaanpassungs-Netzwerk (Klimzug Nordhessen) kündigte neue Förderprogramme des Bundes an. „Berlin will viel Geld in die Hand nehmen, um eine Energiewende auch in den Köpfen der Menschen zu bewirken“, sagte die Mitarbeiterin des Netzwerks.

Die Ideen der Steuerungsgruppe reichen von Umweltfesten in Schulen und Plaketten für energieeffiziente Häuser bis zum Anschluss Lohfeldens an das Straßenbahnnetz. Bauamtsleiter Rolf Schweitzer plädierte dafür, den Blick jetzt auf Maßnahmen zur Energieeinsparung in den Ortskernen zu richten: „Die eigentlichen Energiefresser liegen im Gebäudebestand“, sagte er. Der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Klaus Steffek (SPD), bezeichnete das Konzept der Kirchner-Solar-Group für die Richterhallen als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Energiewende. Die Steuerungsgruppe sprach sich grundsätzlich dafür aus, noch mehr über den sorgsamen Umgang mit Energie zu informieren. Heute sei es „in“, sich ein Elektrofahrrad für 3500 Euro zu leisten, sagte ein Sitzungsteilnehmer.

Daraus sei zu folgern, dass man beispielsweise auch für den Umstieg von einer Ölheizung zu einer Pellet-Heizung werben könne. (ppw)

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