Bürger können Anträge stellen

Nieste und Helsa sind im Förderprogramm – Bürger können Anträge stellen

Nieste. Wer ein altes Fachwerkhaus in Nieste hat und schon mal an Sanierung dachte, könnte jetzt aktiv werden. Bis zu 30 000 Euro Zuschuss vom Land könnte es dafür geben. „Das wäre für mich überlegenswert“, sagte Burkhard Käse (48) der HNA. Er gehörte zu den Besuchern der Bürgerversammlung, die im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus in Nieste stattfand.

Ortskerne stärken

Dort erläuterte Peter Nissen vom Amt für den ländlichen Raum das Projekt Dorfentwicklung der Hessischen Landesregierung. Vor allem die einzelnen Bürger sollen motiviert werden, ihre Häuser zu modernisieren. „Hintergrund ist, dass die Dörfer, die Ortskerne gestärkt, ihre Lebensqualität, Wohnen und Arbeiten dort besser werden sollen“, sagte Nissen. So wolle man erreichen, dass vor allem junge Leute in den Orten bleiben. „Dazu brauchen wir die Menschen vor Ort, die sich mit Ideen und Tatkraft für den Erhalt ihrer Dörfer engagieren“, sagte Nissen.

Zusammen mit Helsa wurde Nieste in das auf zehn Jahre angelegte Förderprogramm Dorfentwicklung aufgenommen. Moderne Ortszentren sollen entstehen, die aber doch dem Charakter des Dorfes gerecht werden, erklärte Nissen. Dazu gehören auch Pflege und Erhalt der Bausubstanz. Gefördert werden nur Häuser, die vor 1950 gebaut wurden. Die Anträge auf Förderung können ab sofort über die Gemeinde Nieste gestellt werden. „Erst, wenn ein Antrag genehmigt ist, gibt es Geld“, betonte Nissen.

Den Rahmen für die Dorfentwicklung bildet ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept (Ikek). Danach sollen die Bürger mitarbeiten, in Workshops Ideen zusammentragen und Ziele zur Dorferneuerung bestimmen. Torsten Kammerer (44) findet das grundsätzlich gut, will aber erst mal abwarten, was wirklich daraus wird, wie er der HNA sagte.

Uneingeschränkt positiv sieht es Maria Kruß (56), dass der Edeka-Markt erweitert werden soll. Dann werde sie viel mehr in Nieste einkaufen, erklärte sie.

Ein größerer Lebensmittelmarkt ist ein Aspekt zur Entwicklung des Dorfzentrums. Architekt Matthias Tunnemann vom Büro Sprengwerk erläuterte den Bürgern, dass eine richtige Einkaufspassage möglich sei mit Teeladen, Metzger, Bäcker und Sparkasse sowie Café und Imbiss. Auch eine Apotheke und Drogerie seien möglich.

Neue Parkplätze und die Nutzung des Brunnenbereichs für Marktstände runden das Konzept ab. Fotos: Oschmann

Von Sabine Oschmann

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