Der Igel feierte Weihnachten

Große Kinderaugen: Inge Staebe las in der Baunataler Stadtbücherei vor

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Große Augen: Inge Staebe liest Ben (hinten), Julien (von links), Jonas und David aus dem Leben des Igels vor.

Baunatal. Der kleine Igel macht sich mit seiner besten Freundin, der Maus, auf den Weg in den Wald. Denn er ist sich sicher: Für das bevorstehende Weihnachtsfest fehlt etwas in seiner heimischen Höhle.

„Da liegen überall Blätter und Tannenzapfen“, sagt der kleine Julien und zeigt auf das Buch, das Inge Staebe in die Höhe hält. Der kleine Igel feiert Weihnachten, heißt die Geschichte, die sie vorliest. Seit neun Jahren kommt die Vorlesepatin regelmäßig in die Stadtbücherei und liest Mädchen und Jungen Geschichten vor.

„Die Kinder, die kommen, sind im Kindergarten und höchstens in der ersten Klasse“, sagt Inge Staebe. Der pensionierten Schulleiterin ist es wichtig, weiter mit Kindern zu arbeiten. „Während meiner Zeit als Schulleiterin an der Grundschule am Stadtpark kam der Kontakt zur Bücherei zustande.“

Kaum, dass die erste Geschichte vom kleinen Igel damit endete, dass er mit seinen Freunden und vielen Geschenken in seiner Höhle Weihnachten feiert, zaubert Inge Staebe noch ein Buch hervor. Der kleine Igel und der Weihnachtsschlitten wird nun aufgeschlagen. „Ich mag Weihnachten voll gerne“, sagt Leonie. Und Hannah verrät: „Ich mache sogar beim Krippenspiel mit. Ich bin das Schaf.“ Nachdem der kleine Igel in der zweiten Geschichte den Weihnachtsmann vertreten hat – der war nämlich erkältet – hatte Inge Staebe noch eine kleine Überraschung für die Kinder. „So junge Kinder können ja nicht stundenlang still sitzen“, sagt sie, während sie Goldpapier, Scheren und Kleber verteilt. „Also wird nach einem oder zwei Büchern noch gebastelt.“

Sterne basteln

Vor allem Leonie, Lucy und Hannah basteln einen Stern nach dem anderen. „Ich hab schon zwei kleine Laternen für den Weihnachtsbaum“, sagt Leonie stolz und zeigt den anderen Kindern ihre Kunstwerke. Eine Stunde lang kümmert sich Inge Staebe um die jungen Leseratten. „Die Eltern können in der Zwischenzeit in die Stadt oder im Nebenraum warten“, sagt sie.

Von Anthoula Grigoriadou

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