Christina und Cristobal Vibanco Gonzalez führen Großenritter Narren durch Session

Ihre Welt ist immer bunt

Stolze Tollitäten: Christina und Cristobal Vibanco Gonzalez können sich kein schöneres Hobby als den Karneval vorstellen. Foto: Hartung

Baunatal. Neuerdings wird man an der Arbeit wieder mit „Guten Morgen Eure Hoheit“ begrüßt – zumindest gilt das für Christina Vibanco Gonzalez (48). Zusammen mit ihrem Mann Cristobal (50) sind sie das Prinzenpaar der Großenritter-Carnevals-Gemeinschaft (GCG) für die aktuelle Session.

„Prinzessinnen bekommen immer frei“, zitiert die 48-Jährige die Antwort ihres Chefs, wenn sie ihn um einen Tag Urlaub bittet. „Es sind so viele Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen. Da brauche ich öfter mal frei“, erläutert Christina I., die im Vorzimmer des Anstaltsleiters der Justizvollzugsanstalt Kassel I tätig ist.

Tanz im Männerballett

Prinz Cristobal I., ein waschechter Spanier, der in der Nähe von Valencia geboren wurde, ist im Volkswagenwerk beschäftigt. „Wir haben immer gehofft, dass wir es irgendwann werden, schließlich sind wir schon seit 18 Jahren im Verein“, plaudert er aus. Cristobal tanzte über viele Jahre im Männerballett. 1988 heirateten die beiden und feierten vergangenes Jahr ihre Silberhochzeit. Das schönste Geschenk erhielten sie ganz überraschend in der Küche von GCG Präsident Jupp Dietrich, als er sie fragte, ob sie die Tollitäten stellen wollen.

„Wir wussten es dann und durften zu keinem etwas sagen“, verdeutlicht Christina, die als „Schminkmutti“ in der GCG angefangen hatte, die „Qualen“ in der Zeit bis zur Proklamation im November. „Aber die meisten haben ohnehin auf uns getippt“, verrät Cristobal.

Zwei Töchter hat das Ehepaar aus Altenbauna, Sarah (22) und Sina (21). Beide tanzten von klein auf in der Garde, heute trainieren sie die Jüngsten. Vier Wochen im Jahr ist bei den Jecken vereinsfreie Zeit. „Wir fahren jedes Jahr zu meiner Familie nach Spanien“, erklärt Cristobal, der nicht nur die Kostüme der Stadtgarde mit dem Hänger durch ganz Deutschland fährt, sondern sich auch als Aufbau- und Getränkeminister sowie als Zeremonienmeister im Verein engagiert.

„Nur einmal im Leben“

Ob die Session anstrengend ist? „Nein, erstens werden wir vom vorangegangenen Prinzenpaar zu allen Terminen chauffiert, und zweitens müssen wir uns immer vor Augen halten, dass es so etwas nur einmal im Leben gibt“, argumentiert die Prinzessin. Karneval sei das schönste Hobby, das sie sich vorstellen können.

„Selbst in der Schlechtwetterzeit ist bei uns die Welt immer bunt“, betont die Prinzessin lachend.

Von Tina Hartung

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