Bund investiert 1,1 Mio. Euro

Ihringshausen : Bau der ersten von vier Wänden an der B  3 hat  begonnen

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Die Fundamente werden gegossen: Nach und nach werden die Löcher entlang der Veckerhagener Straße gebohrt und mit Eisenarmierung und Beton gefüllt, um später die Pfosten der Lärmschutzwand zu halten.

Fuldatal. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, jetzt geht es an den Bau der Lärmschutzwand östlich der B 3 im Grenzbereich von Kassel und Fuldatal. Auf einer Länge von insgesamt 298 Metern werden vier Wände gebaut, um Anlieger vor dem Verkehrslärm auf der Bundesstraße nördlich und südlich der Kreuzung Stockbreite zu schützen.

1,1 Millionen Euro werden laut Straßenbehörde Hessen Mobil investiert. Die Kosten trägt der Bund.

Am Montag begann der erste Bauabschnitt. In diesem entsteht eine Lärmschutzwand von 65 Metern an der Ostseite der Veckerhagener Straße und 20 Metern in der Herderstraße. Zunächst wurde der Baustreifen auf Kampfmittel untersucht. „Es wurde nichts gefunden“, sagt Sven Reckelkamm, Polier der Firma beck-bau aus Eschwege.

Seit Mittwoch bis zum heutigen Freitag werden insgesamt 22 Bohrpfähle hergestellt. Mit schwerem Gerät. Aus diesem Grund war zuvor zum Schutz von Fahrbahn und Bürgersteig ein Vlies ausgelegt worden, auf das dann eine 35 Zentimeter dicke Schicht aus Kalkschotter aufgeschüttet wurde.

Eine Spezialmaschine bohrt Löcher von 3,40 bis 4,20 Meter Tiefe, in die anschließend ein Stahlgeflecht gehoben und Beton gegossen wird. In diese Bohrpfähle werden anschließend jene Stahlpfosten eingelassen, in die schließlich von oben die Lärmschutzelemente bis zu einer Höhe von 3,25 Meter eingesetzt werden.

Diese Stahlträger werden laut Reckelkamm ab nächster Woche gesetzt. Dann könne der aufgeschüttete Kalkschotter wieder abgetragen werden. Sind die Sockelelemente der Lärmschutzwand errichtet, sollen die Gärten der Anlieger wieder hergestellt, auf die alte Geländehöhe gebracht werden. Bis Anfang Mai soll die erste Lärmschutzwand stehen.

Provisorische Zufahrt

Erst dann werde sich in drei Bauabschnitten an den weiteren Lärmschutz entlang der B 3 Richtung Kassel gemacht. Alles andere hätte zum Verkehrschaos geführt. Denn für die Bohrungen der weiteren Pfähle hätten zwei von drei Fahrstreifen Richtung Norden zusätzlich zur Zufahrt Veckerhagener und Herderstraße gesperrt werden müssen. Zur Straße Im Gelinge kurz vor der Kreuzung Stockbreite wurde eine provisorische Zufahrt samt Ampelregelung errichtet.

Bei der ersten Wand kollidieren keine Versorgungsleitungen mit den Bohrpfählen. Dies ist in den anderen Abschnitten anders, sagt der Polier. So müsse zum Beispiel die Straßenentwässerung der B 3 umgelegt werden.

Hintergrund: Bau der Wand verzögerte sich

Mit dem Bau der Umgehung von Ihringshausen, über die seit Ende 2003 der Verkehr rollt, wurde auf der Westseite der B 3 eine Lärmschutzwand errichtet. Diese war laut hessischer Straßenbaubehörde mit einer schallschluckenden Oberfläche versehen. Die Anwohner auf der gegenüberliegenden Seite in Kassel und Ihringshausen klagten aber über die Lärmentwicklung. Ihr Eindruck war, dass der Lärm zum Beispiel von abbremsenden und anfahrenden Fahrzeugen an der Ampelkreuzung Stockbreite durch die Wand verstärkt werde.

Im Sommer 2006 lenkte die Behörde ein und sagte eine zweite Wand an der Ostseite der Bundesstraße zu. Als Baubeginn war zunächst Sommer 2011 angekündigt worden. Dann folgten Abstimmungsprobleme auch mit den Anwohnern.

Von Michael Schräer

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