Ihringshausen-West: Nach Bau zweier Stichstraßen steigt Nachfrage nach Gewerbeflächen

Montage: Lukas Sommer, Betriebsmonteur von Eon Mitte, setzt den neuen Lampenkopf auf einen Laternenmast. Hinten rechts ist die kürzere der beiden Stichstraßen zu sehen. Fotos: Schräer

Fuldatal. Die Entscheidung der Gemeinde Fuldatal, weitere Flächen im Gewerbegebiet Ihringshausen-West zu erschließen, zahlt sich aus. So wurden in diesem Jahr bereits zwei Grundstücke verkauft. Darüber hinaus gebe es Reservierungen für weitere Flächen, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU).

„Und die ersten drei Monate des Jahres sind nicht der klassische Zeitraum für eine Vermarktung.“ Meist sondierten Firmen zu Jahresbeginn ihre wirtschaftliche Situation, um dann später über Veränderungen wie einen neuen Standort zu entscheiden.

Auch lag die Gemeinde richtig, mit dem Bau von zwei Stichstraßen reine Gewerbeflächen anbieten zu können. Vorher standen weitgehend Flächen in einem Mischgebiet bereit. Nur wollten die bisherigen Käufer ausschließlich einen Gewerbebetrieb errichten und nicht auch noch Wohnraum für sich am Ort schaffen. Sie zahlten daher nur den günstigeren Quadratmeterpreis von 30 Euro für Gewerbeflächen statt 50 Euro für das Mischgebiet.

Zum Dritten zahlt sich aus, weiter auf kleinteilige Vermarktung zu setzen und dies auch bei der Erschließung berücksichtigt zu haben. Denn die beiden neuen Investoren kauften Gewerbeflächen von 2116 Quadratmetern beziehungsweise 1800 Quadratmetern am Beginn der hinteren, längeren Stichstraße.

Beide Grundstücke verfügen bereits über Anschlüsse an Kanal und Wasser. Diese hatte die Gemeinde mit dem Bau der Stichstraßen verlegen lassen, um bei einer Gewerbeansiedlung die Fahrbahn nicht wieder bis zum Abwasserkanal und der Wasserleitung aufreißen zu müssen.

Durch die Vorleistung der Kommune wird ein Flickenteppich in der Fahrbahn vermieden, außerdem werden Kosten gespart. Bei einem kompletten Ausbau kostete jeder Anschluss 2000 bis 2500 Euro. Erfolgt dieser nachträglich gesondert, werden 6000 bis 8000 Euro fällig. Laut Schreiber ein gutes Argument bei der Vermarktung.

Touristikunternehmen

Bei den neuen Käufern handele es sich einmal um ein Touristikunternehmen, sagt der Bürgermeister. Auf der kleineren Fläche wolle ein Investor eine Gewerbehalle errichten. Welches Gewerbe einziehe, sei noch nicht bekannt.

Vier weitere Grundstücke sind laut Schreiber in Ihringshausen-West reserviert. Hier handele es sich um Flächen mit einer Größe von 1000 bis 5500 Quadratmetern.

Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass sich das Gewerbegebiet weiter füllen wird. Denn mit dem Bau der Stichstraßen wurden auch Gasleitungen verlegt und die Straßenbeleuchtung mit LED errichtet. Außerdem besteht für die Gewerbeflächen die Möglichkeit, an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen zu werden.

Auf diese Neuerungen soll nach Absprache mit der Wirtschaftsförderung Nordhessen in einem Werbeprospekt hingewiesen werden.

Von Michael Schräer

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