Steffen Fischer ist neuer Pächter des Euro-Rastparks Guxhagen – und will viel ändern

Weg vom Imbiss-Ambiente

Guxhagen / Baunatal. Steffen Fischer ist ein Mann mit vielen Ideen. Im Januar übernimmt der 42-Jährige als privater Pächter den Rasthof in Guxhagen. Und unter seiner Leitung soll das Restaurant nicht nur Auto- und Lastwagenfahrer, sondern auch anspruchsvolle Gäste aus der Umgebung anziehen. Bisher kochte Fischer, der in Baunatal lebt, im Hotel Scirocco in Altenbauna.

Seit Anfang November hatte Steffen Fischer kaum eine freie Minute. Jeden Tag ist er in der Raststätte, die seit 2009 unter der Flagge der Regensburger Euro Rastpark GmbH steht. Geduldig führt er Gespräche mit Lieferanten, Handwerkern und Kooperationspartnern. Manchmal kommt er erst um 23 Uhr nach hause. „Aber das ist eben so, wenn man selbstständig ist“, sagt er.

Chef von 33 Mitarbeitern zu sein, ist für Fischer dennoch Neuland. „Es hat schon eine Weile gedauert, bis ich mir Gesichter und Namen merken konnte“, erzählt er. Unterstützung bekommt der 42-Jährige von Peter Rauch, der als Objektleiter unter anderem für die Tankstelle an der Rastanlage zuständig ist.

Mann mit Erfahrung

Steffen Fischer bringt jede Menge Gastronomie-Erfahrung mit. In den vergangenen 25 Jahren arbeitete der gebürtige Leipziger unter anderem als Koch im Waldhotel Schäferberg in Kassel und im Scirocco in Baunatal. Was die neue Speisekarte für den Rasthof Guxhagen betrifft, hat er deshalb ganz klare Vorstellungen: „Fertiggerichte haben ab sofort Hausverbot“. Ob Soße oder Brühe - in der Küche wird alles selbst gemacht.

Natürlich werde es auch weiterhin Hausmannskost wie Eisbein und Schnitzel – auf Wunsch auch in XXL-Ausführung oder als kleine Portion – geben, sagt Fischer. „Das erwarten Fernfahrer schließlich“, weiß Fischer. Aber auch eine neue, frische Küche soll Einzug halten. Fischgerichte soll es ebenso geben wie eine größere Suppen-Auswahl und eine Saisonkarte.

Für Familienfeiern und Tagungen wird der Rasthof bald ausreichend Raum bieten. Der bislang rustikale Saal wird in den nächsten Wochen umgebaut und modernisiert. Außerdem wird im Obergeschoss – dort, wo sich bislang eine Spielothek befand – ein weiterer Veranstaltungsraum zur Verfügung stehen, der gemietet werden kann. Das Catering übernehmen Fischer und sein Team.

Moderner soll auch der Rest der Rastanlage werden: Im Außenbereich wird eine Terrasse mit Grünfläche entstehen, der vordere Teil der Rastanlage bekommt neues Mobiliar, und die Sanitäranlagen werden erneuert. „Während des Umbaus wird der Betrieb aber ganz normal weitergehen“, sagt Fischer.

Und noch etwas ändert sich: Der neue Pächter will stärker auf regionale Aspekte achten. Neuer Partner des Rasthofs wird zum Beispiel die Baunataler Hütt-Brauerei, und Lebensmittel sollen künftig nur noch von Lieferanten aus der Region bezogen werden. Für den Brunkelsberg-Brunch, der jeden Sonntag stattfinden soll, können sogar Gäste eigene Rezepte beisteuern.

Von Pamela De Filippo

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