Immer mehr sind dabei

Bis zum Donnerstag treffen sich täglich ältere Bewohner aus den 29 Städten und Gemeinden des Landkreises Kassel zum Kreisseniorentag auf dem Sensenstein bei Nieste. Über die Veranstaltung sprach HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch mit Harald Kühlborn, Sprecher der Kreisverwaltung.

Herr Kühlborn, die Veranstaltung läuft seit Jahren nach demselben Schema ab. Kaffee, Kuchen und ein Tänzchen mit dem Landrat. Ist das noch zeitgemäß?

Harald Kühlborn: Was gut ankommt, sollte man nicht ändern. Wir erhalten jedes Jahr eine überwältigend positive Rückmeldung von den Besuchern des Seniorentages - es gibt also keinen Grund, ein Erfolgsmodell zu verändern. Etwas Veränderung gibt es übrigens immer: Da ja nicht nur mit dem Landrat, sondern auch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern getanzt wird, gibt es durch die Direktwahlen ab und zu personelle Abwechslung. In diesem Jahr sind die Bürgermeister Sutor aus Grebenstein und Roß aus Kaufungen erstmals in dieser Funktion mit dabei.

Denken Sie über Änderungen bei der Organisation der Veranstaltung nach?

Kühlborn: Im organisatorischen Bereich prüfen wir regelmäßig, was sich noch verbessern lässt. Das betrifft aber die internen Abläufe und nicht das Programm.

Wie haben sich die Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren entwickelt?

Kühlborn: Die Teilnehmerzahlen steigen jedes Jahr. Wir hatten zu Anfang des Jahrtausends Teilnehmerzahlen von bis zu 3500 - in den letzten beiden Jahren haben wir die 4000-Teilnehmer-Hürde locker gerissen. In diesem Jahr haben sich 4292 Seniorinnen und Senioren angemeldet.

Wie viel lässt sich der Landkreis den jährlichen Kreisseniorentag kosten?

Kühlborn: Der Kreisseniorentag hat ein Budget von rund 43 000 Euro. Zehn Euro für jeden Teilnehmer ist auch bei einem defizitären Kreishaushalt nicht zu viel, um sich bei den älteren Menschen im Kreis zu bedanken.

Es fällt auf, dass die Senioren fein säuberlich nach Altkreisen getrennt auf dem Sensenstein zusammenkommen. Warum mischt man nicht ein wenig?

Kühlborn: Das ist der Wunsch der Teilnehmer, den wir allerdings nicht in allen Fällen einlösen können. Da viele der Besucher des Seniorentages nicht mehr selbst Auto fahren, ist das Treffen auf dem Sensenstein eine willkommene Gelegenheit, ehemalige Schulkameraden oder Bekannte aus dem Nachbarort zu treffen und Erinnerungen auszutauschen. Da wir bei den Platzzahlen limitiert sind, muss die eine oder andere Kommune in den sauren Apfel beißen und mit dem Nachbarkreisteil feiern. In diesem Jahr ist Espenau an einem Tag dabei, der ansonsten nur von Kommunen aus dem Hofgeismarer Land genutzt wird. Oberweser, Reinhardshagen und Wahlsburg sind bereits seit einigen Jahren im Wolfhager Land zu Gast. Archivfoto: nh

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