Immer noch in Kassel aktiv

Ehemalige Grundschulleiterin Christa Gutsche im Ruhestand: Immer offen für Neues

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„Zu mir gehören Kinder“: Nach insgesamt 41 Jahren im Schuldienst hat sich Christa Gutsche (rechts), Leiterin der Grundschule in Niedervellmar, jetzt in den Ruhestand verabschiedet - und somit auch von ihren Schülern, hier die Viertklässler Marie, Lilly, Lea, Tim und Dion (von links).

Vellmar. Wenn Christa Gutsche mal nicht ihre Schüler in Kunst oder Mathematik unterrichtete, bildete sie als Pionierin Lehrer zum Thema Computerarbeit an Grundschulen fort. 

War sie gerade nicht als Lesebeauftragte in den Schulen in und um Kassel im Einsatz, um die Lust am Lesen zu fördern, widmete sie sich mit Leidenschaft der Museumspädagogik Nach insgesamt 41 Jahren im Schuldienst ist die Leiterin der Grundschule Niedervellmar - das war die 65-Jährige aus Kassel nämlich in den vergangenen siebeneinhalb Jahren hauptberuflich - jetzt in den Ruhestand gegangen.

Traurig darüber sind nicht nur ihre Schüler und Kollegen, traurig ist auch sie: „Ich bin jeden Tag meines Lebens gern in die Schule gegangen. Ich liebe die Arbeit mit Kindern, die positive Rückmeldung, die sie mir gegeben habe“, sagt Christa Gutsche. Am vergangenen Freitag war ihr letzter Schultag. Ihr Büro hat sie noch immer nicht komplett leergeräumt. Das eilt jedoch auch nicht: Eine Nachfolgerin für die Schulleiterin ist zwar in Aussicht, wird voraussichtlich aber erst nach den Osterferien ihre Arbeit aufnehmen. Konrektor Ulrich Meister übernimmt derweil die Aufgaben von Christa Gutsche. Und das waren nicht wenige.

„Ich bin gern kreativ“, sagt Christa Gutsche, die nach ihrem Lehramtsstudium in ihre Heimatstadt Kassel zurückkehrte. 24 Jahre lang unterrichtete sie an der Carl-Anton-Henschel-Schule und war dort zum Beispiel maßgeblich am Aufbau des Ganztagskonzepts beteiligt. Nach rund neun Jahren als Lehrerin an der Grundschule in Harleshausen übernahm Christa Gutsche im Jahr 2006 die Schulleitung in Niedervellmar. Stets offen für Neues unterstützte sie unter anderem die Einführung des flexiblen Schulanfangs, das bedeutet, dass die Jahrgänge Eins und Zwei gemeinsam unterrichtet werden, und förderte das besondere Zeitmodell der Schule, das eine Gleitzeit vor und eine individuelle Lernzeit nach dem Unterricht vorsieht. „Ich habe stets mit einem eingespielten, fröhlichen Kollegium zusammengearbeitet, das mich bei allen Projekten unterstützt hat“ betont Christa Gutsche.

Zu ihren aktuellen Projekten zählt ihre museumspädagogische Arbeit: Bereits seit Jahren versucht Christa Gutsche, Lehrer für Kassels Museen zu begeistern, um auch deren Schüler dafür zu gewinnen. Diesem und weiteren kreativen Projekten - dazu gehört das Erstellen von Mitmachheften für Kinder über den Bergpark oder den Herkules - will sich Christa Gutsche auch jetzt, in ihrem Ruhestand, widmen. Lesen, Sport treiben und Freunde treffen stehen fortan ebenfalls auf ihrem Stundenplan. Aber: eins nach dem anderen.

Von Sarah Rogge-Richter

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