Freizeitgruppe aus Schauenburg trifft sich seit 30 Jahren immer am selben Wochentag

Immer wieder dienstags...

Dienstag ist ihr liebster Wochentag: Seit drei Jahrzehnten treffen sich die Freunde Heinrich Lecke (von links), Herbert Friedrich, Hans Krug, Walter Siebert, Bernfried Holzapfel, Heinrich Schönewald, Dieter Klippstein und Wilhelm Keßler. Foto: De Filippo

Schauenburg. Wer sich an einem Dienstag mit Wilhelm Keßler verabreden will, hat schlechte Karten. Denn seit 30 Jahren hat der Breitenbacher an diesem Wochentag stets einen festen Termin: Er trifft sich mit seiner Freizeitgruppe, die den passenden Namen „Dienstagfreunde“ trägt.

Ursprünglich als Feierabendtreff ins Leben gerufen ist die Gruppe inzwischen weit mehr. Die Freunde unternehmen - natürlich gemeinsam mit ihren Frauen - kulturelle Ausflüge, besuchen Bundesliga-Spiele und essen einmal pro Woche miteinander. Besonderen Eindruck hätten zum Beispiel zwei Besuche im Kloster Herstelle am der Weser hinterlassen, berichtet Keßler. Der Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt der Benediktinernonnen sei sehr interessant gewesen.

An die Anfänge der Dienstagsfreunde kann sich Wilhelm Keßler noch bestens erinnern: „Alles begann in der Kellerbar von Kurt Volkwein.“ Dort gab es gesellige Runden, die bis spät in die Nacht andauerten. „Schweinetruppe“ hätten sie sich damals genannt, erzählt der Breitenbacher. Denn damals hätten die Mitglieder selbst regelmäßig Schweine gekauft und geschlachtet. Inzwischen sei ihnen das aber zu aufwändig. „Und unsere Frauen kochen sowieso am besten.“

Einige der früheren Mitglieder sind inzwischen verstorben, andere sind im Laufe der Jahre hinzugekommen. Zum Beispiel Dieter Klippstein aus Thüringen.

Er war mehrere Jahre lang bei Dachdeckermeister Keßler angestellt und sei „da so reingerutscht“. Einmal im Jahr stößt er noch heute zu den Dienstagsfreunden, um sich an alte Zeiten zu erinnern und sich auf den neusten Stand zu bringen.

Fragt man die Schauenburger Herrenrunde, was ihre Freundschaft so besonders macht, geraten sie ins Schwärmen: Man könne sich immer auf die anderen verlassen, sind sich alle einig. Und es gebe immer etwas zu lachen. „Wir schnuddeln über Politik, Sport, Frauen und die Nachbarn“, sagt Wilhelm Keßler. So richtig in Fahrt kämen sie aber erst zu vorgerückter Stunde, scherzt Hans Krug: „Dann führen wir schon mal angeregte Diskussionen.“

Von Pamela De Filippo

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