Bürgerversammlung in Helsa: Geschwindigkeitskontrollen und Schlaglöcher waren Thema

Immer wieder Temposünder

Wener

Hesa. Abgerutschte Kanaldeckel, weggesackte Gullys, vielerorts Schlaglöcher, nervender Lkw-Verkehr und Autos, die sich nicht um Tempolimits scheren: Das waren wichtige Themen bei der Bürgerversammlung in Helsa mit geschätzten 50 Besuchern.

Während der Diskussion verwies Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) ein ums andere Mal auf die Finanzklemme der Gemeinde, die unter den Rettungsschirm geschlüpft ist. Mit vielen Schlaglöchern müssten die Bürger leben, weil ein Ausbessern nichts mehr bringe und die Gemeinde kurzfristig kein Geld für eine richtige Sanierung habe, sagte der Verwaltungschef.

Werner Schröder beklagte den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt Wickenrode. Eine Rechtskurve sei so ausgefahren, dass es für Autofahrer gefährlich sei. „Da kann man in die Bankette rutschen“, sagte der Bürger. Er befürchte, dass der Schulbusfahrer sich irgendwann weigere, die Straße zu befahren.

Schröder berichtete außerdem, dass auf der Ringenkuhler Straße zeitweilig die Beleuchtung ausfalle. Da müsse sich Eon Mitte drum kümmern, erklärte Bürgermeister Küthe. Im übrigen kenne er den schlechten Zustand vieler Straßen. „Einige Ecken schreien zum Himmel“, sagte der Verwaltungschef und fügte hinzu: „Wir leben von der Substanz. Temposünder sind sowohl in Wickenrode als auch auf der Leipziger Straße in Helsa ein Problem.

„Ich bin schon einmal fast überfahren worden“, berichtete Fritz Simon. Am Mertenjäger-Brunnen beachteten viele Autofahrer den Fußgängerüberweg nicht und führen schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde. „Das ist morgens und abends eine Rennstrecke“, sagte Simon.

Bürgermeister Küthe merkte dazu an, die Gemeinde habe schon die Technik für eine Ampel vorinstalliert, bekomme aber keine Erlaubnis diese aufzustellen, weil die Verkehrszahlen nicht reichten. Auch das Aufstellen eines stationären Blitzgeräts werde nicht gestattet.

Ein weiteres Problem sehen Bürger in der beschwerlichen Überquerung der Losse. Dort benötige man einen barrierefreien Übergang für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer, die die Tram-Haltestelle erreichen wollen. Küthe hofft, dass es dafür Mittel aus der Dorferneuerung gibt. Wegen der Höhenunterschiede werde das aber auch mit Zuschüssen nicht billig.

Küthe machte deutlich, dass die Gemeinde trotz knapper Mittel investieren werde, wenn auf lange Sicht damit Geld gespart und die Lebensqualität verbessert werden kann. Als Beispiel nannte er unter anderem den geplanten Bau des Hochbehälters für die Trinkwasserversorgung in St. Ottilien. (pdi) Fotos: Dilling

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