Schauenburger Ferienspiele profitieren von Ideen der Betreuer - Resonanz diesmal etwas geringer

Indianerleben versüßt Urlaub

Trommeln auf dem Grillplatz: Nils, Laura, Tessa, Sarah, Sophie,Thomas, Anna und Marie aus Hoof probieren die Instrumente aus, die sie mit Marvin Jung (stehend von links), Daniel Schade, Kristin Rau und Jenny Kleinert gebastelt haben. Fotos: Dilling

schauenburg. Man nehme einen Blumentopf, beklebe die Öffnungen mit Frühstückspapier und male das Ganze bunt an, fertig ist die Trommel. Wer ein richtiger Indianer ist, der baut sein Musikinstrument selbst.

Der Bau der Trommeln, das Basteln des Federschmucks, ein ordentlicher Kriegstanz und eine zünftige Feier rund ums Lagerfeuer an der Grillhütte unterhalb der Schauenburg gehörte zu den Höhepunkten der zweiwöchigen Schauenburger Ferienspiele mit 200 Kindern – Übernachtung und Nachtwanderung eingeschlossen.

Dieses Abenteuer lebte wie viele der anderen Spielaktionen vor allem von den Ideen der ehrenamtlichen Betreuer. Zu denen gehören Sevastyan Ohramenko (20) und Luca Siciliano (16) die mit einem Stuntmen-Workshop dafür sorgen, dass sich die Kinder richtig austoben können, ohne dass es zu Blessuren kommt.

Für Ohramenko sind es die vierten Spiele als Betreuer und wahrscheinlich die letzten, weil er im Herbst eine Ausbildung anfängt. Er war schon als Kind beim Ferienspaß dabei. „Das war immer lustig“, sagt er. Luca, der die Willy-Brandt-Schule besucht, ist das zweite Mal dabei und will nächstes Jahr wieder Betreuer sein. „Das ist eine tolle Truppe“, sagt er über seine ehrenamtlichen Mitstreiter.

Das findet auch Kirsten Moser, die mit ihrem Kollegen Jörg Dreismann, der an der Grillhütte den Sheriff spielt, das Ganze organisiert. „Wir profitieren von den Ideen und dem großen Engagement der jugendlichen Betreuer“, sagt sie. Diesmal mündete der Erfindungsreichtum der 45 Betreuer in einem großen Jahrmarkt der in der Mitte der zweiwöchigen Spiele. Das war ein Fest, bei dem die Kinder ihren staunenden Eltern Jonglage, Gauklerkunststücken und einer Modenschau präsentierten.

Mit wenig Aufwand großen Spaß bereiten. Das war das Motto der meisten Angebote. Auf Busausflüge habe man diesmal vor allem wegen der angespannten Finanzlage der Gemeinde verzichtet, sagt Moser.

Am Zeltlager an der Hoofer Grillhütte reizt die meisten Kinder der Hauch von Freiheit und Abenteuer, den sie beim Urlaub mit der Familie so nicht erleben. Im Urlaub mit der Familie müsse sie auf die Bedürfnisse ihres viel jüngeren Bruders Rücksicht nehmen, sagt Lea-Maria (10), „Hier finde ich mehr Freunde zum Spielen als im Familienurlaub“, meint Leonard (10), und sein Freund Jannis (12) stimmt zu. Ausgebucht waren die Spiele übrigens nicht. Zehn Plätze waren noch frei. Das liege wohl am frühen Beginn der Sommerferien in diesem Jahr, sagt Moser.

Von Peter Dilling

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