Infos zur Ausbildung beim "Speed-Dating" mit der Bundespolizei

Beratung in kurzen Einzelgesprächen: Tobias Zanella, 27, aus Homberg, sprach mit Einstellungsberaterin Maja Gemeinhardt. Foto: Schürgels

Fuldatal. Einen ganz neuen Weg der Beratung geht die Bundespolizei in Fuldatal. Interessierte konnten sich beim „Speed-Dating“ über die Ausbildung und Arbeit informieren.

Beim persönlichen Gespräch konnten Fragen direkt geklärt werden und Tipps für die Bewerbung eingeholt werden. Auch Tobias Zanella aus Homberg hat am „Speed-Dating“ teilgenommen. Ihm ging es vor allem darum, wie sich Weiterbildungen auf die Chancen einer erfolgreichen Bewerbung auswirken.

Wir haben Antworten aus dem „Speed-Dating“ zusammengefasst.

Die Bewerbung

Die Einstellungsberaterinnen Sandra Vogt und Maja Gemeinhardt mussten viele Fragen zur Bewerbung beantworten. „Gute Voraussetzungen haben Kandidaten mit einem guten Schulabschluss, sie müssen sportlich und flexibel sein, sollten keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen“, sagt Sandra Vogt, die die Einstellungsberatung bei der Bundespolizei in Fuldatal leitet.

Im Auswahlverfahren wird dann zwischen zwei möglichen Laufbahnen unterschieden. Im Mittleren Dienst müssen ein Diktat und ein Sporttest abgelegt werden, anschließend wird zu einem persönlichen Gespräch und zur ärztlichen Untersuchung geladen. Im Höheren Dienst muss ein Intelligenztest abgelegt werden, außerdem muss eine Erörterung zu einem Thema schriftlich verfasst werden. Hinzu kommen der Sporttest, ein Personalauswahlverfahren (Assessment-Center) und die ärztliche Untersuchung.

„Aus den besten Kandidaten wird bundesweit eine Rangliste erstellt“, fügt Sandra Vogt hinzu. Im letzten Jahr haben sich 14.000 Personen beworben, eingestellt wurden in beiden Laufbahnen 1500 Anwärter. 2016 sollen es rund 2000 werden.

Die Ausbildung

Im Mittleren Dienst dauert die Ausbildung zweieinhalb Jahre, im Höheren Dienst wird ein dreijähriges Studium absolviert. Neben der Ausbildung in einem Aus- und Fortbildungszentrum werden die Auszubildenden in allen Bereichen in Form von Praktika eingesetzt.

Nach dem Studium hat man den Abschluss Diplom-Verwaltungswirt oder Polizeikommissar.

Die Arbeit

Die Bundespolizei ist bundesweit für Luft, Bahn und Grenzen zuständig. Die Bundesbereitschaftspolizei wird häufig bei Fußballspielen oder Demonstrationen eingesetzt. Dazu gibt es noch spezielle Einheiten, wie die GSG9, die zum Beispiel bei Geiselbefreiungen oder bei Anti-Terror-Einsätzen beteiligt sind.

„Auch wenn man eine Laufbahn eingeschlagen hat, ist es möglich, in eine andere zu Wechseln. Die Durchlässigkeit ist gegeben“, erklärt die Beraterin. Aktuell ist die Bundespolizei verstärkt an den Grenzen im Einsatz. „Die Belastung ist sehr hoch, gerade weil ja auch andere Einsätze nicht nachlassen“, sagt Sandra Vogt. Am 31. Dezember ist Bewerbungsschluss.

Weitere Informationen zur Ausbildung bei der Bundespolizei gibt es hier.

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