Kommentar: Ingrid Jünemann über fehlende Post in Rengershausen

Kaum zu glauben, aber offensichtlich ist es so gewesen: Die Deutsche Post lässt einen Ort mit fast 2500 Einwohnern zwei Tage links liegen. Mit dem Baunataler Stadtteil Rengershausen ist das passiert.

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Post stellte vor Weihnachten zwei Tage lang keine Briefe

Da gab es am 21. und 22. Dezember keine Briefe und Päckchen, wie das Unternehmen einräumt. Jeder anderen privaten Firma laufen nach einem solchen Vorfall Kunden weg. Die privatisierte Post aber besitzt noch immer das Monopol für Briefe bis 50 Gramm, so dass ihr wenig Unbill von der Kundschaft droht. Die muss hinnehmen, dass nicht zugestellt wird. Widersprüchlich ist die Begründung des Rengershäusers Versorgungsloches.

Zum einen habe man zu viele Sendungen befördern müssen, zum anderen sei wegen des schwierigen Winterwetters nicht alle Post in der Region eingetroffen. Was denn nun? Wenn ein Teil der Briefe und Päckchen nicht ankam, kann die Menge doch gar nicht so groß gewesen sein. Warum also der Engpass? Grund dürfte sein: Es gibt bei der Post zu wenig Personal für die Zustellung ins Haus, die bei Schnee umso aufwändiger ist. Stattdessen werden die Mitarbeiter lieber in Geschäftszweigen eingesetzt, die für das Ex-Staatsunternehmen lukrativer sind.

Von HNA-Redakteurin Ingrid Jünemann

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