Innenstadt soll attraktiver werden: Neuer Platz hinter alter Post

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Ort zum Ausruhen: Hinter dem Sozialzentrum, zu dem die alte Post umgebaut wird, soll an der Marktstraße ein Platz entstehen.

Baunatal. Die Baunataler Innenstadt soll attraktiver werden. Wo sich baulich etwas ändern soll, wie Beleuchtung und Bodenbeläge aussehen sollen, das steht in einem neuen Gestaltungshandbuch.

„Eine Richtschnur für die kommenden Jahre“, sagt Erste Stadträtin Silke Engler. Losgehen soll es mit dem früheren Posthof an der Marktstraße, der Gasse zwischen alter und neuer Post sowie mit der Fußgängerzone nahe der katholischen Kirche. Gebaut werden soll 2013. Die Stadt hat dafür 580.000 Euro reserviert.

Der frühere Posthof, heute abgeschottet durch eine Mauer, soll zu einem offenen Platz werden – gedacht als Ruhepunkt sowohl für Passanten als auch für Nutzer des Sozialzentrums, zu dem die alte Post umgebaut wird. Eine Sitzgelegenheit wird es dort geben, einen niedrigen Baum, eine Blumenschale. Über drei Stufen wird man den Platz erklimmen können, dazu soll ein ebener Zugang für Rollstuhlfahrer geschaffen werden.

Hierfür nutze man die unterschiedlichen Höhen des Geländes, sie würden an dieser Stelle von der Hürde zum Vorteil. „Wir wollen ein schöneres Entrée in die Innenstadt“, fasst Engler zusammen. Allerdings ist zuvor noch Geduld gefragt. Denn erst mal wird der Posthof zum Materiallager für den Umbau des Postgebäudes.

Unattraktiv: Am südwestlichen Ende der Fußgängerzone sollen die Hochbeete verschwinden, der Zugang zur Tiefgarage (ganz links) soll ansehnlicher werden.

Schöner werden soll auch der Durchgang zwischen alter und neuer Post. Eventuell durch eine Art Sternenhimmel in Form einer abgehängten Beleuchtung. „Wir wollen die Fußgängerzone durch Licht markieren“, sagt Engler. Dazu werde auch gehören, markante Punkte wie Rathaus und katholische Kirche zu beleuchten.

Stichwort Kirche. Wenige Meter entfernt befinden sich vor Mehrfamilienhäusern Hochbeete, viereckig ummauerte Baumscheiben und ein unattraktiver Abgang zur Tiefgarage unter der City. Problem an dieser Stelle: Wegen der Abdichtung der Garage kann man nicht in die Erde. Hier ist laut Engler vorgesehen, die Abdichtung zu sanieren, die unansehnlichen Hochbeete zu entfernen, eingehauste Müllplätze und kleine Grünflächen sowie einen freundlicheren Zugang zur Tiefgarage zu schaffen.

„Eher schlicht und hell“ solle das ausfallen, sagt Engler und spricht von Stadtgärten. Und: Laufwege von Passanten sollten darunter nicht leiden.

210.000 Euro für  Posthof und -gasse sowie 370.000 Euro für die sogenannten Stadtgärten an der Ecke An der Stadthalle /Johann-Siegmund-Schuckert-Straße hat die Stadt eingeplant. Die Pläne stammen vom Kölner Büro club L94 Landschaftsarchitekten.

Von Ingrid Jünemann

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