Instrumente schon verkauft

Orchester der FSK Hoof hat sich wegen Nachwuchs-Mangel aufgelöst

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Bläser in Aktion: Der Musikzug Breitenbach bei einem Auftritt. Fotos: Dilling

Schauenburg. Polkas, Märsche, Film- und Musicalmelodien: Blasmusik ist vielfältig und verbindet Tradition und Moderne. Vor allem wenn sie gleich von fünf Orchestern präsentiert wird.

So war es kürzlich im Saal des Gasthauses Himmel in Hoof, wo die Musikzüge von Elgershausen, Breitenbach, Martinhagen des GSV Eintracht Baunatal und des KSV in einer öffentlichen Übungsstunde - unterstützt von Spielmannszug-Veteranen aus Schauenburg - vor viel Publikum aufspielten. Doch trotz des großen Auftritts gibt es teilweise Nachwuchsprobleme: Der Ausrichter des Konzerts, der Freie Sport- und Kulturverein (FSK) Hoof, hat selbst kein Orchester mehr, nur noch Aktive des Spielmannszugs.

Die Instrumente habe man Ende Januar verkauft, berichtet Ute Leck von der FSK. Sie und das halbe Dutzend übriggebliebener Bläser aus Hoof hat Anschluss an andere Musikzüge gesucht.

Vier ehemalige Hoofer spielen nun allein im Musikzug Breitenbach. Man habe die Nachwuchsarbeit vernachlässigt, räumt Leck ein. Außerdem habe sich kein Nachfolger für den vor drei Jahren verstorbenen Orchesterleiter Manfred Schunder gefunden. Anders als etwa dem KSV oder dem GSV-Musikzug gelang es den Hoofern nicht, junge Leute an sich zu binden.

Dennoch bleibt Leck optimistisch. Sie setzt auf die vergangenes Jahr noch enger gewordene Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Musikzüge im Bauna-Tal. Ziel sei es, im nächsten Jahr beim Hessentag in Hofgeismar - wie schon letztes Jahr in Kassel - einen gemeinsamen Auftritt zu präsentieren.

Von Peter Dilling

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