Integration kann helfen

Der Landkreis Kassel belegt in einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema „Jugendliche ohne Hauptschulabschluss“ Platz 3. HNA-Volontärin Anne Stephanie Gratzke sprach mit Prof. Dr. Klaus Klemm, dem Verfasser der Studie.

Wie kommt diese gute Platzierung zustande?

Klaus Klemm: Die Platzzahl darf man nicht überbewerten, da sie aufgrund unterschiedlicher Bedingungen vor Ort zustande gekommen sein kann. Da ein Großteil der Schüler ohne Hauptschulabschluss auf Förderschulen geht und wir nicht den Herkunftsort der Schüler, sondern nur die Schulstandorte als Basis herangezogen haben, wurden die Förderschüler aus dem Landkreis, die auf eine Schule in der Stadt Kassel gehen, dort gezählt.

Sind die Schulen im Landkreis Kassel besonders gut ausgestattet?

Klemm: Der Landkreis Kassel eröffnet durch seine breite Abdeckung mit kooperativen und integrativen Gesamtschulen die Chance, Klassen mit unterschiedlichen Lernniveaus zu unterrichten. Diese Art des Lernens hilft schwächeren Schülern und schadet stärkeren nicht. Entscheidend ist, wie gut die Schule und die Lehrer auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schüler eingehen.

Sie treten für eine inklusive Schulform ein. Wie sieht sie aus?

Klemm: Inklusion bedeutet, dass möglichst alle Schüler zusammen in der Regelschule unterrichtet werden – auch diejenigen, die heute auf Förderschulen gehen.

Die Studie kann auf der Homepage der Bertelmanns-Stiftung gelesen und ausgedruckt werden: www.bertelsmann-stiftung.de Archivfoto: nh

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