Arzt als Opfer einer E-Mail-Panne nach Tarifwechsel - Telekom entschuldigt sich

Internet-Briefkasten abmontiert

Enttäuscht von der Telekom: Nach einer Panne kommt Wolfram Glaß jetzt wieder an seine E-Mails. Foto: Dilling

Kaufungen. Dr. Wolfram Glaß bekommt eine Menge elektronischer Post und verschickt auch täglich viele E-Mails. Schließlich halte er auch außerhalb der Sprechzeiten mit einer Reihe von Patienten Kontakt, sagt der Internist.

Bei Nachfragen wegen einer Behandlung können sie sich jederzeit an ihn wenden. Außerdem ist Glaß Vorsitzender der Bürgerinitiative „Pro A44“ und tauscht sich häufig mit seinen Mitstreitern über das Datennetz aus.

Doch kurz nach Neujahr ging gar nichts mehr. Glaß konnte keine Mails mehr senden oder empfangen. Es schien, als habe sein Anbieter, die Deutsche Telekom, den elektronischen Briefkasten einfach abmontiert. Die Telekom hat auf Nachfrage der HNA eingeräumt, dass ihr eine Panne passiert sei. Sie hat sich bei Glaß inzwischen entschuldigt.

Der Ärger mit seinem elektronischen Briefkasten begann für den langjährigen Telekom-Kunden Glaß mit dem Wechsel in einen weit günstigeren Internet-Tarif. Am 4. Januar stellte er plötzlich fest, dass er weder E-Mails empfangen noch selbst senden konnte.

Was der Internist nicht wusste: Er hätte seine neue Kennung für das elektronische Postfach gesondert einrichten müssen. Darauf hätten die Mitarbeiter den Arzt wohl nicht hingewiesen, sagt Telekom-Pressesprecher George McKinney. Das sei eine bedauerliche Beratungspanne, räumt er ein.

Der Arzt fühlt sich vom Service der Telekom im Stich gelassen. Er spricht von einem vergeblichen „Telefonmarathon“. Von den Mitarbeitern der Hotline habe er falsche, vertröstende und einmal sogar eine freche Antwort erhalten.

Sein Beschwerdeschreiben an die Telekom sei nicht beantwortet worden, sagt Glaß. In seiner Not erinnerte er sich an einen Bekannten, der sich in technischen Dingen auskennt. Der habe ihm dann den neuen elektronischen Briefkasten innerhalb von fünf Minuten eingerichtet.

So einen Service habe er von der Telekom erwartet, sagt Glaß. Pressesprecher McKinney dämpft da etwas die Erwartung. Bei der Beratung des Kunden sei zwar etwas falsch gelaufen, räumt er ein. Doch der Umfang des Services hänge auch vom Preis des Produkts ab, den der Telekomkunde bestellt habe. Die Einrichtung der neuen Kennung müsse er selbst vornehmen. (pdi)

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