Gemeinde Niestetal rechnet für das laufende Jahr mit Überschuss von vier Millionen Euro

Investitionen alle aus eigener Tasche

Niestetal. Die Gemeinde Niestetal kann die in diesem Jahr geplanten gewaltigen Investitionen von mehr als 18 Millionen Euro schultern, ohne Kredite aufzunehmen. Da reicht ein tiefer Griff in die prall gefüllte Kasse der Kommune, die über 27 Millionen Euro hortet.

In den kommenden Jahren erwartet die Gemeinde steigende Gewerbesteuereinnahmen, die 2014 sogar deutlich über 35 Millionen Euro liegen könnten: Das ist die glänzende Botschaft, die Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) bei der Einbringung des Etatentwurfs 2011 den Gemeindevertretern in der jüngsten Sitzung verkündete.

Der Ergebnishaushalt hat ein Volumen von gut 38 Millionen Euro. Dem stehen Aufwendungen von nur gut 34 Millionen Euro gegenüber, sodass die Gemeinde mit einem Plus von rund vier Millionen rechnet. Damit sei der Etat „mehr als ausgeglichen“, sagte Siebert. In den kommenden Jahren rechnet er mit wachsenden Überschüssen, die fast die zehn-Millionen-Marke erreichen könnten.

Den Löwenanteil werden dabei wohl die Gewerbesteuerzahlungen des Solar-Riesen SMA ausmachen. Wenn in den zurzeit im Bau befindlichen Hallen am Sandershäuser Berg dieses Jahr die Produktion aufgenommen wird, sollte das zusätzliches Geld in die Gemeindekasse spülen. 2011 rechnet Siebert jedoch mit einem kurzfristigen Rückgang der Gewerbesteuereinnahme auf 28 Millionen Euro.

Größter „Brocken“ im Finanzhaushalt sind Infrastrukturmaßnahmen mit einem Volumen von über sechs Millionen Euro. Für die geplante Bäderlandschaft schlagen dieses Jahr 4,5 Millionen Euro zu Buche. (pdi)

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