Unternehmer will Tandem-Lösung an der Theodor-Heuss-Straße und an der Leipziger Straße verwirklichen

Investor für zwei Märkte steht bereit

Bereit zu investieren: Der in die Jahre gekommenen Neukauf-Markt an der Leipziger Straße / Ecke Schulstraße soll auf Vordermann gebracht werden. Foto:  Ketteritzsch

Kaufungen. Der Vorschlag der Kaufunger Wählergemeinschaft (KWG) einer Tandem-Lösung wurde zunächst belächelt: Am Kreisel einen großen Lebensmittelmarkt bauen, in Oberkaufungen einen kleinen Frischmarkt für die Nahversorgung einrichten, erschien vielen chancenlos. Jetzt präsentierte KWG-Sprecher Ullrich Kellner einen Investor, der genau diese Pläne umsetzen möchte.

Florian Hellwig, Betreiber eines Edeka-Großmarktes in Edermünde-Besse: „Wir möchten genau so einen Markt am Kreisel in Oberkaufungen bauen und einen kleineren für Grundnahrungsmittel, Frischeprodukte, Obst, Gemüse und Molkerei im Ort betreiben.“ Das Besondere des Familienunternehmens: Alle Märkte werden selbst gebaut und betrieben.

Gegenüber der Kaufunger Stützpunktfeuerwache würde Hellwig einen Großmarkt inklusive Getränke mit einer Verkaufsfläche von bis zu 2500 Quadratmetern bauen. Drei Millionen Euro würde er hier investieren, rund 80 Arbeitsplätze schaffen, erklärte er auf HNA-Anfrage.

Der Frischmarkt im Ort könnte in dem dann modernisierten heutigen Edeka-Markt eingerichtet werden, vorausgesetzt, es käme zu einer Einigung mit dem jetzigen Betreiber. Hellwig: „Bei Interesse könnte der ja auch den neuen Frischmarkt weiterführen.“

Der Großmarkt am Kreisel würde, so Hellwig, den kleinen Bruder subventionieren. Der Kaufmann: „Das wäre unser Angebot für die Nahversorgung in Oberkaufungen. Wenn der Markt eine schwarze Null schreibt, wäre das okay.“

Nach Vorliegen der Baugenehmigung werde es etwa ein Dreivierteljahr dauern, bis die Märkte eröffnen könnten.

Weil seine Familie grundsätzlich als Investor und Betreiber auftrete, hätte sie gleich ein doppeltes Interesse am Erfolg der Märkte, sagte Hellwig. Eine schriftliche Zusage, die Tandemlösung zu verwirklichen, hat Hellwig bereits ans Rathaus geschickt.

Am Riffer-Gelände hätte Hellwig kein Interesse: „Das ist kein guter Standort - schon wegen der Verkehrsprobleme.“ Für die KWG zeigte sich Ullrich Kellner hochzufrieden mit dem Angebot: „Der Kreisel wäre ein guter Standort für ganz Kaufungen.“ Hellwig würde mit 8000 Quadratmetern etwa die Hälfte der vorhandenen Fläche kaufen. Dank der Tandem-Lösung würde es auch die gewünschten Impulse für das Ortszentrum von Oberkaufungen geben.

Der KWG-Antrag ist auch Thema in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 8. September, ab 19 Uhr, im Bürgerhaus Oberkaufungen.

Von Thomas Stier

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