Guter Zweck

Sänger Irrsinn gibt Benefizkonzert für spastisch gelähmte Lohfeldenerin

Gemeinsame Unterstützung: (von links) Gastwirt Uwe Homberger, Veranstalter Thomas Rehm, Stefanie Finger, Dirk Schaller alias Reiner Irrsinn, Saskia Barth und Dietmar Brandt unterstützten die spastisch gelähmte Sarah Rohde (vorne).

Ahnatal. Es war eine rauschende Party: Drei Stunden lang zelebrierten Dirk Schaller alias Reiner Irrsinn mit seinen Sängerinnen Stefanie Finger und Saskia Barth eine Show, die ein Musikrepertoire von Volksmusik bis Ballermann-Hits boten.

Doch der eigentliche Höhepunkt kam am Ende: Gemeinsam mit der spastisch gelähmten Lohfeldenerin Sarah Rohde und ihrer von Schicksalsschlägen geplagten Mutter Gabriele Rohde standen der „Partylöwe“ und seine Sängerinnen Hand in Hand auf der Bühne und sangen das Lied „Du lässt mich sein wie ich bin“.

Zuvor hatte Schaller zusammen mit Veranstalter Thomas Rehm von TR-Entertainment bekannt gegeben, dass 1000 Euro für eine Reittherapie zugunsten der 21-jährigen Sarah Rohde zusammengekommen waren. „Ich danke dem ganzen Team“, sagte die sichtlich gerührte Gabriele Rohde.

Zwar erschienen weniger Besucher als erwartet im Bürgersaal, doch viele spendeten für die Familie Rohde. Dirk Schaller verzichtete auf einen Großteil seiner Gage und Thomas Rehm bezuschusste die Spendenaktion. „Wir sind stolz, dass eine solche Summe zusammengekommen ist und wir Sarah mit einer Therapie helfen können“, meinte Rehm.

Auto für die Familie

Spontane Unterstützung erhielt die Familie von Dietmar Brandt von Brandt Automobile Niestetal. Da die Familie Rohde sich den Unterhalt für ein Auto nicht leisten konnte, möchte Brandt die Familie künftig mobil machen. „Wir möchten die Familie nachhaltig unterstützen und Fahrten zum Einkaufen oder zu Ereignissen wie Konzerten von Reiner Irrsinn möglich machen“, sagte Brandt. Er erklärte sich bereit, ein Auto kostenfrei zu verleihen und die Spritkosten zu übernehmen.

Für Gabriele Rohde ist dieses Angebot eine besondere Hilfe: Um ihren unter dem Downsyndrom leidenden Sohn im Heim in Eschwege zu besuchen, nahm sie bisher eine Drei-Stunden-Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf sich.

Bis um ein Uhr ging die Reiner-Irrsinn-Show im Bürgersaal. Immer wieder verließen dabei Schaller, Finger und Barth die Bühne, um im Publikum zu singen und zu tanzen. „Auch wenn es 500 Besucher gewesen wären, hätte die Stimmung nicht besser sein können“, fand Schaller. (ptk)

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