Islandpferde-Meisterschaften: Dritter Platz für Dörte Mitgau und Jarl

Platz drei auf der Hessenmeisterschaft: Dörte Mitgau mit Jarl vom Schloss Nienover freut sich über das Ergebnis. Foto: Zinn

Kaufungen. Großes Treiben herrschte auf der Reitanlage, das schon oberhalb des alten Festplatzes für viele aufmerksame Blicke Vorbeikommender sorgte.

Zwischen geparkten Pferdeanhängern und Wohnmobilen grasten in abgesteckten Miniweiden Islandpferde mit dicken Wuschelmähnen und in den unterschiedlichsten Farben. Die Islandpferdezeit in Kaufungen war angebrochen. Drei Tage lang standen die Islandpferdereiter Kaufungen im Blickpunkt der hessischen Meisterschaften. Rund 200 Teilnehmer stellten sich in 57 Vorentscheidungen und Finals, um einen der begehrten Meistertitel zu erringen.

„Zuschauen ist für mich viel aufregender, als selber die Prüfung zu reiten“, erzählte Dörte Mitgau. Das Aushängeschild der Kaufunger Islandpferdereiter war bei den Meisterschaften nicht nur als Reiterin, sondern auch als Trainerin sehr gefragt. Vom Rand der holzumzäunten Ovalbahn aus signalisierte die Kaufungerin ihren Schülerinnen per Handzeichen, das Tempo rauszunehmen oder die Hände höher zu halten. „Die machen das richtig gut, ich bin so stolz auf sie.“ Und Mitgau weiß genau, wovon sie spricht. Zahlreiche Meistertitel hat die 49-Jährige in ihrer Reiterkarriere schon errungen. Auf ihr Paradepferd Ísbjörn warteten die Kaufunger Zuschauer jedoch vergebens. „Der hat Pause und darf sich von den Mitteleuropäischen Islandmeisterschaften (MIM) erholen. Er war so toll.“ Dörte Mitgau kommt ins Schwärmen. Denn ähnlich wie die legendäre Halla des Springreiters Hans-Günther Winkler bei Olympia, trug Schimmelhengst Ísbjörn vom Schloss Nienover seine Reiterin vor vier Wochen in der Schweiz zum Meisterschaftssieg. Gehandicapt durch einen kurz zuvor passierten schweren Reitunfall, bestritt Mitgau auf Ísbjörn die Titel-Endausscheidung im Tölt mit starken Prellungen und Schmerzen. „Ich konnte ihn nicht unterstützen, saß nur im Sattel, und er hat alles allein gemacht“, erzählt Mitgau stolz.

Zur Hessenmeisterschaft stellte Mitgau daher ihre beiden Nachwuchspferde Goliat vom Mitteltalhof (4. Platz Youngsterklasse) und Ísbjörns jüngeren Bruder, den Rapphengst Jarl vom Schloss Nienover (3. Platz Tölt-Finale) erfolgreich vor. Mit der Auszeichnung als bestes hessisch gezüchtetes Islandpferd trat Geisli von der Igelsburg, Züchterin Carola Krokowski, Habichtswald, mit Reiterin Franziska Nitze aus Kassel, die auch im Youngster-Preis siegten, die Heimreise an.

Von Irmgard Zinn

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