DRK-Altenpflegeheim mit umfangreichem Freizeitangebot - Auch Tiere gehören dazu

Jack gehört zum Alltag

Tierischer Pfleger: Border Collie Jack begleitet sein Frauchen, Altenpflegerin Ardiane Zeqiraj (links), an der Arbeit. Hier stattet der Hund Bewohnerin Katharina Raabe (90) einen Besuch ab.

Kaufungen. Wenn Günther Viehmann mit seinem Akkordeon im Kastanienweg auftritt, hält es die Bewohner des DRK-Altenpflegeheims in Oberkaufungen nicht länger in ihren Zimmern. Dann trifft sich der gesamte Wohnbereich im offenen Aufenthaltsraum zum Mitsingen, Kaffee trinken und Kuchen essen oder einfach nur zum Zuhören.

Immer dienstags besucht der Kaufunger Gastronom die Bewohner des Altenheims auf dem Heilstättenberg und musiziert. Ehrenamtlich. Sein Auftritt ist fester Bestandteil im Alltag der Senioren und gehört zu dem breit gefächerten Betreuungsangebot, das auf die alten Menschen im DRK-Altenpflegeheim wartet.

„Wir haben offene Angebote für alle Bewohner“, berichtet Heimleiter Stephan Kratzenberg. Das Angebot reicht dabei von Gymnastik, Backen und Kochen über Malen bis hin zu Gedächtnistraining. Geleitet werden die Aktivitäten von speziell dafür bereitgestellten Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Pflegepersonal.

Eine Besonderheit des Altenpflegeheims sind aber sicher die tierischen Mitbewohner. Kater Anton, der inzwischen seit mehreren Jahren dort lebt, hat sogar eine eigene Kolumne in der hausinternen Zeitung, die vierteljährlich erscheint. „Anton läuft überall herum“, sagt der Heimleiter. Oft macht er es sich auf dem Schoß eines Bewohners gemütlich - was beide Seiten freut.

Ein richtiges Kuscheltier und bei den Senioren sehr beliebt war Meerschweinchen Paul, der sich sein Quartier bis vor Kurzem mit den beiden Löwenkopfzwergkaninchen Max und Moritz im Kastanienweg im Neubau teilte. Doch vor wenigen Tagen ist Paul plötzlich gestorben.

Im Altenpflegeheim erfreuen aber noch andere Vierbeiner die Bewohner: Hunde. So begleitet der zweijährige Border Collie namens Jack sein Frauchen regelmäßig an der Arbeit. „Seit etwa einem Jahr bringe ich ihn mit“, berichtet Altenpflegerin Ardiane Zeqiraj. Über den quirligen Rüden freuen sich die Bewohner. Wenn er durch die Gänge läuft, macht er immer wieder Station, um sich seine Portion Streicheleinheiten abzuholen. Und wenn er mal muss? „Dann geht er einfach raus“, sagt sein Frauchen. Denn Jack kennt sich nicht nur im Gebäude, sondern auch auf dem gesamten Gelände bestens aus.

Fünf  Mitarbeiter bringen ihre Hunde inzwischen regelmäßig und im Wechsel mit, berichtet Stephan Kratzenberg. Gerade weil die Bewohner so viel Spaß daran und die Tiere eine positive therapeutische Wirkung auf die Menschen hätten, sei das Modell erprobt - „alle Seiten profitierten davon“, so der Heimleiter. HINTERGRUND, DREI FRAGEN

Von Vera Glass

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