Kreistag entscheidet am 27. Februar

Jäger gegen höhere Jagdsteuer: Kreistag entscheidet am 27. Februar

Kreis Kassel. Die nordhessischen Jäger wehren sich gegen die geplante Erhöhung der Jagdsteuer. Mit einer Unterschriftenaktion, die von den Hessenjägern Kassel, der Kasseler Jägerschaft und den Kreisjagdvereinen Hofgeismar und Wolfhagen getragen wird, wenden sich die 2000 Mitglieder an Landrat Uwe Schmidt und die im Kreistag vertretenen Fraktionen.

Die werden in der nächsten Kreistagssitzung am 27. Februar in Ahnatal über die 20-prozentige Erhöhung entscheiden. Die Vorentscheidung dafür ist bereits bei den Haushaltsberatungen für den Kreisetat 2014 gefallen. Damals hatte die SPD mit den Vertretern der Tierschutzpartei den Haushalt beschlossen. Im Gegenzug wurde dem Antrag der Tierschutzpartei auf eine Erhöhung der Jagdsteuer um 20 Prozent entsprochen. Damit dies wirksam wird, muss jetzt noch die Satzung geändert werden. Der entsprechende Beschluss soll am 27. Februar gefällt werden.

Nach Mitteilung der nordhessischen Jäger bedeutet die Steuererhöhung Mehrkosten von 250 Euro bei einer Reviergröße von 500 Hektar. Die Politik hatte argumentiert, die Steuer müsse erhöht werden, weil der Landkreis alles Wild, das im Straßenverkehr getötet wird, entsorge. Dies entspreche nicht den Tatsachen, kontert Herbert Bachmann, Vorsitzender der Hessenjäger Kassel. Annähernd 50 Prozent des bei Unfällen getöteten Wilds werde von Jägern kostenlos entsorgt. Dies erfolge zum Teil auch während der Nachtzeit.

Die Jäger als anerkannte Natürschützer würden für ihre freiwilligen Leistungen bestraft. Die Jäger seien bereit, das gesamte bei Unfällen getötete Wild künftig auf eigene Kosten zu entsorgen, wenn auf die Erhöhung der Jagdsteuer verzichtet werde. (hog)

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