Kreistag beschließt Steuererhöhung: Jäger zahlen jetzt mehr

Ahnatal. Der Landkreis Kassel erhöht die Jagdsteuer. Der Kreistag entschied während seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag in Ahnatal mehrheitlich, den Hebesatz von 15 auf 20 Prozent zu erhöhen.

Damit steigen die Einnahmen aus dieser Steuer im Jahr um 42.000 Euro auf 176.000 Euro.

Letztlich werde lediglich ein formaler Beschluss über die entsprechende Satzungsänderung getroffen, meinte Kreistagsvorsitzender Andreas Güttler (SPD). Schließlich sei die höhere Jagdsteuer bereits mit der Entscheidung zum Haushalt im Dezember beschlossen worden. Dennoch verweigerten CDU, FWG und FDP die Zustimmung. Für eine Mehrheit sorgten SPD, Grüne, Linke sowie der Tierschutzpartei und Piraten.

Pirat Swen Schmidt hatte seinerzeit eine höhere Jagdsteuer beantragt. Es gehe darum, die Haushaltssituation zu verbessern. Die Jagdsteuer heraufzusetzen, sei eine der wenigen Möglichkeiten, mehr Einnahmen zu erzielen, sagte er am Donnerstag. Darauf verwies auch Dr. Christian Knoche (Linke). Und: „Wir sind keine jägerfeindliche Gruppe.“ Die Steuererhöhung wollte Dieter Lengemann (SPD) „nicht als Bestrafung“ der Jägerschaft verstanden wissen.

Eine solche sei diese aber, Hans-Hilmar von der Malsburg (CDU). Die Jäger im Landkreis seien keine Privilegierten, wie oft unterstellt, sondern normale Menschen, die ein Hobby pflegten. Die höhere Steuer führe dazu, dass viele Jagdsgenossenschaften keine Pächter mehr bekämen, die sich um die Hege kümmerten. Fazit von Lasse Becker (FDP): „Es ist unsinnig, die Steuer zu erhöhen.“ (mic)

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