Konfirmanden von 1963 aus Holzhausen und Knickhagen feierten ihr Jubiläum

Es war ein Jahr des Umbruchs

Jubiläum: Nach fünfzig Jahren feierten sie in der Holzhäuser St. Johannis-Kirche ihre goldene Konfirmation zusammen mit dem scheidenden Pfarrer Norbert Mecke (hinten rechts). Foto: Hobein

Fuldatal/Immenhausen. 1963 war für den Konfirmandenjahrgang ein besonderes Jahr. Weltpolitisch begann ein Umbruch und der amerikanische Präsident John Kennedy wurde ermordet. Für 26 junge Menschen aus Holzhausen und drei aus Knickhagen begann mit ihrer Konfirmation der Schritt ins Berufsleben.

Das Besondere war auch, dass nach der Konfirmation Pfarrer Rudolf Lotz das Kirchspiel verließ. Heute ist die Situation ähnlich. Pfarrer Norbert Mecke, der den feierlichen Jubiläumsgottesdienst gestaltete, wird in wenigen Tagen als Pfarrer verabschiedet und als Dekan nach Melsungen gehen.

Am Palmsonntag feierten die Jubilare ihre Goldene Konfirmation. Aus Holzhausen nahmen in der St. Johanniskirche acht Frauen und fünf Männer teil. Drei ihrer Mitkonfirmanden waren bereits verstorben, andere fehlten aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen.

Mit dabei waren aus der Kirchengemeinde Knickhagen zwei Frauen und ein Mann, die am Konfirmandenunterricht in Holzhausen nur zeitweise teilgenommen hatten und in Wilhelmshausen konfirmiert wurden. Die neue Kirche in Knickhagen wurde erst nach deren Konfirmation geweiht. Jetzt, beim Einzug in die Kirche, nahmen die Holzhäuser die Knickhäger in ihre Mitte. Die Predigt hielt Pfarrer Mecke über die „Kleidung in der Bibel“ und sprach dabei viele Bibelstellen an. Die Holzhäuser Chöre, Frauen- und Männerchor, unter Leitung von Kurt Hellwig (Wilhelmshausen) umrahmten den Festgottesdienst gesanglich.

Beim Treffen im Alten Forsthaus, das von Benno Albert und seinen Mitorganisatoren vorbereitet war, tauschten die goldenen Jubilare bei einem gemeinsamen Mittagessen und einer Kaffeetafel viele Erinnerungen aus. Für Dittmar Schäfer gab es schöne und lustige Erinnerungen an die Konfirmandenzeit. Manfred Fischer erinnert sich: „Du hast dich als Platzhirsch behauptet (gemeint ist Dittmar Schäfer) und meine Tasche gleich am ersten Unterrichtstag aus dem Fenster geworfen, weil ich aus Knickhagen kam.“

Neben vielem Lernen war es im Winter Aufgabe der Jungen, den Kanonenofen mit Holz zu versorgen und zu heizen. Einmal hatten sie den Ofen so gut angeheizt, dass er stark glühte und überhitzt war. „Die Folge war, dass Pfarrer Lotz uns Jungen aus dem Unterricht rausschmiss“, sagt Dittmar Schäfer.

Ein Besuch auf dem Holzhäuser Friedhof folgte, um mit einem Blumengebinde ihren verstorbenen Mitkonfirmanden Friedhelm Brencher, Edeltraud Neumann und Manfred Seide zu gedenken. (phk)

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