40 Jahre DARC: Funken mit Antarktis-Station Neumayer III

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Am Funkgerät: Stefan Hüpper (links) und Axel Voigt zeigen die Station im Turm der Bundeszentrale des DARC an der Lindenallee in Baunatal. Hüpper ist Redakteur des Amateurfunkmagazins CQ DL, Voigt ist Sprecher des DARC.

Baunatal. Nach der Tsunami-Katastrophe im japanischen Fukushima waren Amateurfunker die ersten, die über das Ausmaß der Zerstörung berichteten. Organisiert sind die Funker hierzulande im Deutschen Amateur Radio Club (DARC). Dessen Zentrale befindet sich seit 40 Jahren in Baunatal.

72.000 Amateurfunker gebe es in Deutschland, 40.000 seien im DARC organisiert, berichtet Pressesprecher Axel Voigt. Weltweit seien es 2,5 Millionen, mit den größten Anteilen in Japan und den USA.

Ziel ist allerdings in erster Linie nicht die Berichterstattung aus Katastrophengebieten und Rufe per Funkgerät nach Helfern. Der Sinn des Hobbys ist viel einfacher: „Der Antrieb zu funken ist immer, andere Gebiete zu erreichen“, sagt Voigt. Beispielsweise gebe es ein Diplom dafür, wenn man aus jedem Erdteil einen Kollegen erreicht habe. „Da ist man dann schon stolz drauf.“

Etwas ganz Besonderes sei beispielsweise ein Kontakt zur deutschen Forschungsstation Neumayer III in der Antarktis, auf der derzeit Amateurfunker Lars Lehnert arbeite, sagt Voigt. Mit Lehnert plant der DARC zudem eine Aktion, um Jugendliche für das Hobby zu begeistern. „Telefoniert habe ich mit ihm schon.“

Die Amateurfunker bestätigen sich ein Gespräch weltweit durch das Zusenden von sogenannten QSL-Karten per Post. In Deutschland werden die aus allen Ländern eintreffenden Karten in dem Baunataler Zentrum gesammelt und von dort aus an die Mitglieder verschickt. „Wir haben fünf Millionen solcher Karten pro Jahr“, erläutert Voigt.

Von Sven Kühling

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