Mehr als 1000 Besucher

Jahrmarkt-Atmosphäre beim Hoffest Gundelach in Vollmarshausen

Kürbisse in jeder Größe: Hildegard und Ewald Fischer sowie Maria Kühn (vorn, von links) hatten es bei dieser Auswahl schwer, sich für eines der rötlichen Prachtexemplare zu entscheiden. Fotos: Dilling

Lohfelden. Die Zwiebeln sind schon gekauft. Jetzt sucht sich Maria Kühn die schönsten Stücke unter den aufgestapelten leuchtend roten Kürbissen aus. „Maria macht die beste Kürbissuppe weit und breit“, sagen ihre Begleiter Hildegard und Ewald Fischer aus Kassel.

Sie gehörten zu den schätzungsweise mehr als 1000 Besuchern, die am Tag der Deutschen Einheit auf dem Hof der Familie Gundelach in Vollmarshausen an den Ständen mit frischem Obst und Gemüse vorbeiflanierten, sich leckere Obstsäfte servieren ließen oder unter dem angebotenen Kunsthandwerk ein dekoratives Stück auswählten.

Hoffest bei Familie Gundelach in Lohfelden-Vollmarshausen

Schon optisch sehe das Gemüse vom Bauern besser aus als im Regal des Supermarkts, sagt Ewald Fischer. Und es schmecke wohl obendrein besser. Mit dieser Beobachtung steht er wohl nicht allein. An der Waage von Renate Mangold und Claudia Kaiser standen die Kunden schon vormittags Schlange, um Kohlköpfe, Möhren oder Steckrüben abwiegen zu lassen. Mauritz und Michel Gundelach hievten im Akkord schwere Kartoffelsäcke in Schubkarren. Dieses Transportmittel brauchten die Käufer, weil schon kurz nach Eröffnung des Hoffests die Parkmöglichkeiten nahe des Betriebes erschöpft waren. Wer schon vor Ort wissen wollte, wie die Erdäpfel der Gundelachs schmecken, ließ sich frisch gebackene Kartoffelpuffer servieren.

Mit dem Verkauf von Kartoffeln am Tag der Deutschen Einheit, damals noch auf dem benachbarten Acker, hat vor 18 Jahren alles begonnen. Inzwischen sei das Hoffest immer größer geworden und habe sich - genauso wie die Direktvermarktung von frischen Lebensmitteln – etabliert, sagt Joachim Gundelach, der auf dem Hof für den Gartenbau zuständig ist und Blumen in

allen Farben präsentiert. Dienstags und donnerstags verkaufe man nachmittags Gemüse auf dem Hof, berichtet er. Außerdem beschicken die Gundelachs drei Wochenmärkte in Lohfelden und Vellmar.

„Wir haben unsere Nische gefunden“, sagt der Landwirt. Von einem Boom wie in den Anfangsjahren könne man aber nicht sprechen. Dafür seien die Supermarktketten einfach zu stark. Dennoch wachse der Betrieb. Es gebe genügend Verbraucher in der Region, die wissen wollen, wo und wie ihr Essen hergestellt werde, meint Gundelach. (pdi)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.