Schneller Fortschritt beim Bau des Wohnhauses für Senioren in Weimar – Richtfest schon Anfang August?

Mit jeder Wand wächst Interesse

Dacharbeiten: Robert Wesoly schraubt eine Kehlbohle fest, darauf kommt ein Kehlblech aus Zink für den Wasserablauf.

Ahnatal. Mit jeder vorgefertigten Wand, die per Kran an ihre Position gehoben wird, steigt das Interesse der Bevölkerung an dem Wohnhaus für Seniorenpflege, das unterhalb des Kammerbergs in Weimar entsteht. Diesen Eindruck haben Bauherr Kai Gnidtke und seine Frau Marion, die einmal mit ihrem G & G Pflegedienst die Einrichtung betreiben wird.

Als Anfang Juli der Beton der Bodenplatte gegossen wurde, „konnten viele Menschen mit dem Projekt noch nichts anfangen“, meint Kai Gnidtke, der 2,2 Millionen Euro in das spezielle Heim mit 24 Plätzen für Senioren investiert. Jetzt, da durch „die Mauern die Ausmaße des Gebäudes sichtbar sind, ist das anders“.

Das ebenerdige Haus, in dem einmal zwei Wohngruppen leben werden, wird in Holzständerbauart mit vorgefertigten Elementen errichtet. Daher eine kurze Bauzeit. Vielleicht schon in der zweiten Ferienwoche könne Richtfest gefeiert werden, hoffen Gnidtkes.

Mit der Bauausführung und dem Baufortschritt ist das Paar sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit der Firma Holzbau Brüggemann aus dem Münsterland laufe „reibungslos und hochprofessionell“. Und präzise. So wich die Bodenplatte in ihrer Fläche vom Maß des Baukörpers um weniger als einen Zentimeter ab. Während das Montageteam aus dem Münsterland noch Wände und Dachverstrebungen in Position bringt, „sind wir schon bei der Feinabstimmung“, sagt Marion Gnidtke. So wurden zum Beispiel die Möbel der Inneneinrichtung samt Pflegebetten und die Farben für die Räume ausgesucht. Letztere sollen den Bewohnern auch zur Orientierung dienen. So werde eine Wohngruppe in Blau, die andere in Grün gehalten. Generell werde das Haus so eingerichtet, „wie wir selbst gern wohnen möchten“, betonen Gnidtkes.

Man sei im Zeitplan, sagt Vorarbeiter Robert Wesoly. Und das trotz sehr unterschiedlicher Wetterbedingungen mit Hitze oder Starkregen. Abschnittsweise seien Außen- und Zwischenwände gestellt worden, um dann gleich das Dach draufsetzen zu können und den Bereich regendicht zu bekommen. „Dabei mussten wir von hinten nach vorn arbeiten, da der Kran im Bau steht.“ Genau genommen im künftigen Eingangsbereich an der Straße „Im Kreuzfeld“.

Übrigens ist jede der vorgefertigten Wände „auf Kopf mit Folie abgedeckt, damit die Isolierung durch Regen keinen Schaden nimmt“, sagt Wesoly. Stichwort Feuchtigkeit: So stehen die Wände nicht direkt auf der Bodenplatte mit den verlegten Bitumenbahnen samt Aluminiumschicht. In den kleinen Zwischenraum kommt noch Mörtel. Das Dach besteht aus Holzverstrebungen (mit Nagelplatten verbunden), auf die Folie, Latten und Ziegel kommen. Die Isolation des Gebäudes erfolge über die Deckenkonstruktion, sagt der Vorarbeiter.

HINTERGRUND

Von Michael Schräer

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