Jedes zweite Feld im Landkreis Kassel muss neu eingesät werden

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Landwirt Jürgen Herold säht seine erfrorenen Felder neu aus.

Kreis Kassel. Der starke Frost im Februar hat zu erheblichen Schäden auf den Feldern der Region geführt. Beim Winterweizen geht der Kreisbauernverband inzwischen von Einbußen von durchschnittlich 50 Prozent aus. Die Gerste ist etwas weniger betroffen. Viele Felder mit Wintergetreide mussten umgepflügt werden.

Diese Bilanz zog jetzt Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer des Kreisbauenverbandes. „Die Frostschäden sind größer geworden“, sagt Schulte-Ebbert.

Der Frost im Februar - mit Temperaturen mit bis zu minus 20 Grad - hat dem Getreide erheblich zugesetzt. Vor einigen Wochen zeigten sich die Pflanzen auf den Feldern bereits gelb-bräunlich. Dennoch hatten die Bauern im März noch die Hoffnung, dass der Bestand sich noch erholt. Diese Hoffnung hat sich in vielen Fällen nicht erfüllt.

Nach Angaben des Kreisbauernverbandes gibt es Betriebe, die sogar deutlich mehr als 50 Prozent ihres Wintergetreides verloren haben. Geschädigt wurde das Getreide insbesondere, weil es während der Frostperiode keine isolierende Schneeauflage gab. „Bestimmte Sorten sind nicht mit dem Kahlfrost zurecht gekommen“, sagt Schulte-Ebbert.

Betroffen sind teilweise auch die Raps-Bestände. Das bestätigt der Baunataler Landwirt Dierk Koch, der auch Chef des Landesbetriebes Landwirtschaft in Kassel ist. Viele Pflanzen hätten durch den Frost Risse am Stängel bekommen und seien nun von Pilzen befallen, erläutert Koch.

Von Sven Kühling

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