Katholischer Kindergarten Heilig Geist

Die Jesus-Ecke weist den Weg

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Zur Ruhe kommen: In der Jesus-Ecke haben es sich Maurice, Emma, Charlotte und Finn (von links) mit Kindergartenleiterin Kathrin Henze gemütlich gemacht. Die Vermittlung von religiösen Werten spielt im Alltag des katholischen Kindergartens Heilig Geist in Vellmar eine wichtige Rolle.

Vellmar. „Lasset die Kinder zu mir kommen.“ Dieser Ausspruch empfängt jeden, der den katholischen Kindergarten Heilig Geist in Vellmar betritt. Eine kleine Bank steht unter dem Schriftzug im Eingangsbereich.

Darüber ist ein blauer Baldachin gespannt. „Das ist unsere Jesus-Ecke“, erklärt Kindergartenleiterin Kathrin Henze. „Sie ist als Erinnerung gedacht und zeigt einen Grundpfeiler unserer Pädagogik, die Religion.“

65 Kinder werden betreut

In Vellmar ist der katholische Kindergarten Heilig Geist die einzige konfessionell gebundene Einrichtung. 65 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden hier betreut, und die sind keineswegs alle katholisch. „Bei uns ist jeder willkommen“, betont Henze. Ob Christen, Menschen anderer Glaubensrichtungen oder ohne Konfession - das Miteinander funktioniert gut. „Die Eltern schätzen es, dass wir hier religiöse Werte vermitteln. Und sie bringen sich engagiert mit ein, auch wenn sie nicht zur Kirchengemeinde gehören.“

Das Kirchenjahr spielt im Alltag des Kindergartens eine wichtige Rolle, aber keineswegs die einzige. Viele Zusatzangebote stehen mit auf dem Programm. So auch das Projekt Gewaltprävention von Steffen Heinemann. Das startet Mitte Februar und richtet sich an die Kinder, die im Sommer zur Schule kommen werden. „Im vergangenen Jahr haben wir den Kurs zum ersten Mal angeboten“, erklärt Henze. Der Probelauf hat Eltern und Mitarbeiterinnen überzeugt. Und so soll das Programm ab diesem Jahr regelmäßig laufen.

Es wird ebenso in den Kindergartenalltag integriert wie zum Beispiel die Musikschule und der wöchentliche Besuch im Schwimmbad. Daneben können Eltern ihre Kinder auch während der Kindergartenzeit zur Frühförderung, Ergotherapie, Logopädie oder Krankengymnastik anmelden, wenn eine solche Behandlung nötig ist.

Bei all dem ist Henze aber vor allem eins wichtig: „Wir wollen den Kindern auch Raum geben, damit sie einfach nur spielen können.“ Ziel sei es nicht, dass sich ein Angebot an das andere reiht, sondern dass immer genug freie Zeit für die Kinder da ist. Damit das funktioniert, ist im Hintergrund viel Arbeit nötig.

Das Team, zu dem Erzieherinnen, Sozial- und Heilpädagoginnen gehören, trifft sich in regelmäßigen Abständen zu pädagogischen Tagen. „Wir nutzen diese Zeit, um uns darauf zu besinnen, was wir leisten wollen. Wo gehen wir mit und wo nicht, welches Programm ist sinnvoll oder auch nicht.“ Auch mit anderen Kindergärten steht Henze im regen Austausch, sowohl mit den katholischen Einrichtungen des Bistums Fulda, Bereich Nordhessen, als auch mit den Kindergärten des Landkreises Kassel.

Kontakt: www.heiliggeist-vellmar.de HINTERGRUND

Von Meike Schilling

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