Sanierung der Orgel in der Wilhelmshäuser Marienbasilika abgeschlossen

Jetzt alle Register gezogen

Orgel der Marienbasilika komplett: Mit dem Einbau der noch fehlenden Register für Posaune und Trompete ist die Orgelsanierung nun abgeschlossen. Kirchenvorstandsmitglied Ursula Hühner (von rechts), Bernd Millat von der Stiftung und Dieter Krausbauer vom Förderverein Marienbasilika begutachten die eingebauten Register. Foto: Hobein

Fuldatal. Die Orgel in der Wilhelmshäuser Marienbasilika ist jetzt vollständig. Die noch fehlenden Register für Posaune und Trompete sind jetzt von der Orgelbaufirma Krawinkel aus Trendelburg-Deisel nachgerüstet worden. Damit ist die Orgel mit nunmehr 15 Registern noch konzertfähiger geworden. Zum Abschluss der Kirchensanierung in den Jahren 2002 bis 2007 war die aus dem 18. Jahrhundert stammende Orgel gründlich erneuert und im Frühjahr 2008 mit einem Orgelkonzert wieder eingeweiht worden.

Bereits bei der grundlegenden Sanierung hatten die Orgelbauer berücksichtigt, dass die beiden Register nachgerüstet werden konnten. Dies war notwendig, weil aus Kostengründen hierauf zuerst verzichtet werden musste, teilt Dieter Krausbauer, Vorsitzender des Fördervereins Marienbasilika mit. Dieser hat neben der gleichnamigen Stiftung wesentlich dazu beigetragen, dass die Orgel der ehemaligen Klosterkirche wieder wie früher erklingen konnte. „Ohne unsere Mithilfe“, so Stiftungsvorsitzender Bernd Millat, „wäre aus der Orgel bis heute noch kein Ton herausgekommen“.

Die beiden neuen Register der Orgel haben nach Angaben von Dieter Krausbauer 15 000 Euro gekostet. Sie wurden jetzt von der Stiftung sowie dem Förderverein Marienbasilika finanziert. Hinzu kamen Erlöse aus Konzerten, die Chorleiter und Organist Kurt Hellwig sowie der Gesangverein Germania spendeten.

Und so sah die Hilfe für die Orgel insgesamt aus: Von den Kosten der Orgelsanierung, die mit knapp 160 000 Euro zu Buche schlugen, hat die Stiftung Marienbasilika die Tilgung eines zinslosen Darlehens der Landeskirche in Höhe von 30 000 Euro mit jährlich 2500 Euro übernommen. Die Tilgung wird nach Angaben von Bernd Millat aus Erlösen des Stiftungsvermögens, das 150 000 Euro beträgt und nicht angetastet werden darf, finanziert. Jetzt sind noch 17 500 Euro zu tilgen. Vom Förderverein Marienbasilika wird ein Darlehen von 12 000 Euro zusätzlich zu den über den Verein eingebrachten Spenden getragen.

Krausbauer und Millat haben mit ihren Vereinen und der Stiftung auch zur Kirchensanierung beigetragen sowie mit ihren Mitgliedern Selbsthilfearbeiten für die Außenanlagen übernommen. Jetzt werden für den zusätzlichen Brandschutz Kosten von etwa 1000 Euro notwendig. (phk)

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