Seniorenheim soll Ende Mai fertig sein – Projekt kostet sieben Millionen Euro

Pflegeheim Ihringshausen: Jetzt ist Endspurt am Bau

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Fast fertig: Vor dem Seniorenheim an der Bruchstraße in Ihringshausen, Projektleiter Henrik Lorenz von Hochtief aus Essen (links) und Bauleiter Gösta Weber aus Fulda.

Fuldatal. Mit den milderen Temperaturen werden die Verantwortlichen am Bau entspannter. „Jetzt haben wir super Wetter, da ist alles überschaubar“, sagt Henrik Lorenz von der Firma Hochtief aus Essen. Der Diplom-Ingenieur betreut als Projektmanager den Neubau des Pflegeheims in Ihringshausen. Es ist eine von aktuell zwei im Bau befindlichen Einrichtungen im nördlichen Altkreis.

Besonderheit: Bauleiter Gösta Weber am schwellenlosen Balkonausgang. Zwei Gummileisten, die magnetisch aneinandergedrückt werden, sichern gegen Feuchtigkeit und Kälte.

Überschaubar ist der Zeitplan der verbliebenen Arbeiten an dem Gebäude zwischen Bruchstraße und Eisenbahntrasse. Denn bei Plusgraden können jetzt auch die Außenarbeiten angegangen werden. Ende Mai sollte das sieben Millionen Euro teure Projekt fertig sein, meint Lorenz. In dieser veranschlagten Summe sind auch die Kosten für den Abriss alter Gebäude enthalten.

Der frühe und lange Winter habe zu Verzögerungen geführt. So habe der Außenputz nicht rechtzeitig aufgebracht werden können, sagt Bauleiter Gösta Weber vom Büro Weber und Elsässer aus Fulda. Acht Wochen habe man zum Teil eingebüßt, den einkalkulierten Zeitpuffer damit aufgebraucht.

Ansonsten sei aber alles reibungslos verlaufen. Denn zum Glück habe man vor der Schneeperiode ab November „Energie ins Haus reinbekommen“, sagt Weber. Sprich das Dach war gedeckt, die Fenster eingesetzt, sodass geheizt werden konnte. So lief der Innenausbau weiter.

Brauchwasser wird enthärtet: Heizungsbauer Mathias Rost an der zentralen Anlage im Dachgeschoss des Gebäudes.

Inzwischen sind ein Personen- und ein Lastenaufzug eingebaut, die Bäder gefliest und weitgehend ausgestattet, die ersten Akustikdecken sind montiert und einige Wände gestrichen. Das Innere werde eine farbenfrohe Angelegenheit, sagt der Projektmanager. Zum Beispiel durch flächendeckend verlegte Teppichböden. Pastelltöne in Gelb oder Grün an Wänden in Gemeinschafts- oder Wohnräumen beziehungsweise in den Bädern geben einen ersten Eindruck.

Schwellenlose Bäder

Derzeit sind Maler am Werk, Fußböden werden verlegt, Heizungsbauer und Elektriker bestimmen das Bild. Erkennbar ist aber schon die Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Senioren. Die werden rollstuhlgerechte, schwellenlose Bäder vorfinden mit unterfahrbaren Waschbecken. Ohne Schwellen sind auch alle Balkon- und Terrassentüren. Eine Besonderheit, auf die Bauleiter Weber verweist. Keine Anschläge, um Feuchtigkeit und Kälte draußen zu halten. Tür und Rahmen stehen flach übereinander. Ist die Tür geschlossen, wird über einen Magnetkontakt eine Gummileiste im Rahmen gegen eine weitere in der Tür gedrückt. Weber: „Dadurch erfolgt die Sicherung.“

Ende April kommen die Küchen für die sechs Wohngruppen und die Geräte für die Waschräume, denn die jeweils zwei Wohngruppen pro Etage werden ihre anfallende Wäsche selber reinigen. Mit Brauchwasser, das in einer eigenen Anlage enthärtet wird. Diese steht im Dachgeschoss neben der zentralen Heizung und dem Speichertank für das Wasser, das auch mit Solartechnik erwärmt wird.

Von Michael Schräer

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