Jetzt fallen Bäume für die A44: Saum des Stiftswalds an der B7 bei Helsa wird gerodet

Helsa. Die Arbeiten zur Vorbereitung des Autobahnbaus der A 44 durchs Lossetal gehen jetzt mit Baumfällarbeiten weiter. Wie das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) mitteilt, werden ab Ende Januar in dem Bauabschnitt Helsa – Hess. Lichtenau Bäume gefällt.

Gerodet wird der Waldsaum an der B 7 von Helsa in Richtung Waldhofkurve. Die Fällarbeiten werden sich bis Ende Februar hinziehen. Weitere Flächen an der gleichen Stelle und an der späteren Einfahrt zum Tunnel Hirschhagen (Waldhof-Parkplatz) sollen im nächsten Winter vom Bewuchs befreit werden. Längster Tunnel in Hessen Ab Frühjahr 2012 soll dann mit dem Bau des 4,1 Kilometer langen Tunnels Hirschhagen und der Fahrbahn zwischen Helsa und Waldhof begonnen werden.

Zuvor muss im laufenden Jahr 2011 für die spätere Entwässerung des längsten Tunnels in Hessen gesorgt werden. Dazu wird zurzeit ein Regenrückhaltebecken an der Losse zwischen Helsa und Waldhof gebaut. Die Erdarbeiten sind laut ASV-Sprecher Reinhold Rehbein inzwischen erledigt, nun muss der Boden abgedichtet werden. Dies ist wegen des feuchten Wetters derzeit nicht möglich. Im Frühjahr soll das Becken fertig sein. In ihm wird das Niederschlagswasser geklärt, bevor es in die Losse geleitet wird.

In Kürze, vermutlich Anfang Februar, wird auch mit dem Bau des Entwässerungskanals begonnen. Er führt vom Tunnel Hirschhagen zum Rückhaltebecken. Die Bauzeit für die 950 Meter lange Kanalleitung ist mit sieben Monaten veranschlagt. Der Kanal wird im Micro-Tunneling-Verfahren erstellt; dabei werden die Rohre mit hohem Druck durch den Boden geschoben, die Straße muss dafür nicht aufgerissen werden. Daher steht während der sieben Baumonate für jede Richtung eine Fahrspur zur Verfügung. „Die Beeinträchtigung wird auf ein Minimum reduziert“, sagt der ASV-Sprecher.

Der Parkplatz Waldhofkurve bleibt jedoch gesperrt. Kanalstück wird entfernt Eine weitere Vorab-Baumaßnahme in diesem Jahr ist die Entfernung eines zwei Kilometer langen Teilstücks des sogenannten Kasseler Kanals, der am Waldsaum des Stiftswalds verläuft. Diese Rohrleitung diente in den 30er- und 40er-Jahren als Abwasserkanal des damaligen Rüstungsstandorts Hirschhagen. Über die 21 Kilometer lange Leitung wurde mit Sprengstoff belastetes Abwasser bei Kassel direkt in die Fulda geführt. Laut ASV ist davon auszugehen, dass der Kasseler Kanal und das umgebende Erdreich mit giftigen Stoffen belastet sind. Um den Autobahnbau nicht zu verzögern, soll der Kanal im Vorfeld entsorgt werden. (hog)

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