Jetzt ist die SPD gefragt - ein Kommentar zur Bürgerhaus-Sanierung

Kaufungen. Der Saal des Bürgerhauses in Oberkaufungen wird saniert. Das ist das Ergebnis der Gemeindevertretung am Dienstagabend. Ein Kommentar von Peter Ketterizsch.

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Bürgerhaus wird saniert

Der starke Applaus der Zuhörer galt am Dienstagabend natürlich in erster Linie der Entscheidung für die Sanierung des Bürgerhaussaals. Die Reaktion zeigte aber auch die Erleichterung der Kaufunger darüber, dass nach einem Jahrzehnt quälender und fruchtloser Debatten über die Zukunft des Ortszentrums von Oberkaufungen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Zu verdanken ist das der SPD-Abgeordneten Antje Rumpf, die ihre Überzeugung über die Parteiräson stellte. Sie erst ermöglichte die Mehrheit für die von CDU und Grünen gewollte Sanierung. Auch in der Kommunalpolitik reden viele von Verantwortungsbewusstsein und fordern, dass man seinem Gewissen folgen soll. Antje Rumpf hat danach gehandelt. Dafür gebührt ihr Respekt.

Das Votum für die Bürgerhaus-Sanierung war allerdings nur der erste Schritt hin zu einem neuen Supermarkt. Als Standort gibt es jetzt nur noch das Riffer-Gelände. Um einen Neubau am Rande von Oberkaufungen durchzusetzen, dürften die Grünen als Partner der Christdemokraten allerdings ausfallen. Die Öko-Partei will nämlich keinen neuen Lebensmittelmarkt. Aber die Bürger wollen ihn.

Es ist daher jetzt an den Sozialdemokraten, über ihren eigenen Schatten zu springen. Kaufungen braucht eine große Koalition für die Riffer-Lösung. Die Entscheidung muss schnell fallen. Für lange Debatten hat niemand mehr Verständnis.

Von Peter Ketteritzsch

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