Jetzt geht es rund am Windpark Lindenberg

Das erste Rotorblatt hängt am Haken: Der Spezial-Lkw von Rostock-Trans hat seine Aufgabe erfüllt. Zuvor mussten die Greifarme der riesigen Traverse (gelb) in einstündiger Kleinarbeit am Rotor justiert werden. Fotos: Wohlgehagen

Schauenburg. Jetzt geht es richtig rund im Windpark Lindenberg: Trotz dichter Nebelschwaden wurden am Mittwoch an der Anlage nahe der Autobahn 44 bereits zwei Rotorblätter mit dem Kran auf 140 Meter Höhe gebracht und in die vormontierte Nabe eingesetzt.

Der zu starke Wind hatte schon Montagnachmittag deutlich nachgelassen, so dass der Kran nach dem Maschinenhaus und dem Triebstrang gestern auch die Nabe nach oben hieven konnte. Bevor die Rotorblätter einschwebten, lösten Monteure des Errichtungsteams in luftiger Höhe noch die Anschlagplatten der Nabe. Der über den Lindenberg herüberziehende Nebel hätte beinahe für eine erneute Unterbrechung der Arbeiten an der ersten der insgesamt fünf Anlagen gesorgt. So weit kam es aber nicht: „Solange der Kranfahrer von unten alles sehen kann, geht es“, sagte Frank Ruppersberg.

Der Nordex-Bauleiter war selbst mit prüfendem Auge beteiligt, als sich die Traverse über das erste Rotorblatt legte, das auf den Weg nach oben vorbereitet wurde. Als schließlich die letzte Transportkappe demontiert war, hob der 58,5 Meter lange und circa 11 Tonnen schwere Windflügel geradezu majestätisch vom Boden ab und entschwebte langsam in die Höhe.

Nach Angaben des Bauleiters soll das dritte Rotorblatt am heutigen Donnerstag eingesetzt werden, womit die erste Windkraftanlage dann bis auf abschließende Installationen und Restarbeiten fertiggestellt sein dürfte.

Auch an den vier anderen Anlagen herrscht weiterhin Hochbetrieb. „Am fünften Turm wird die Verspannung noch in dieser Woche abgeschlossen“, an den anderen Türmen laufen die Innen- und Elektroarbeiten, sagte GP-Joule-Projektleiter Andreas Fleischmann, der gestern mit dem Projektleiter des Anlagenherstellers Nordex, Marco Wilhelm, die Großbaustelle inspizierte. Mit vor Ort war auch Bauleiter Wolfgang Herzog vom Planungsbüro Böf (Kassel), das in Teilbereiche der Planung und Bauleitung für den Windpark involviert ist.

Fotos: Aufstellungsphase III

Windpark Schauenburg: Aufstellungsphase III

Marco Wilhelm bestätigte, dass ein zweiter Maxi-Kran für die Baustelle in Breitenbach „im Zulauf ist“. Der sei erforderlich, um den Windpark wie vorgesehen bis zum Ende des Jahres fertigzustellen und Strom zu produzieren, so der Nordex-Projektleiter.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Fotos: Aufstellungsphase II

Windpark Schauenburg "Lindenberg": Aufstellungsphase II

Fotos: Aufstellungsphase I

Aufbau Windpark Lindenberg in Schauenburg-Breitenbach

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