Gemeindevertreter vergeben Sanierungsauftrag für Bürgerhaussaal – Geplanter Baustart: März 2012

Jetzt plötzlich drei Millionen Euro

So könnte der neue Bürgersaal aussehen: Auffällig ist die wieder freigelegte Fensterleiste zur Nieste Straße hin (oben links). Die Bühne wird komplett erneuert und größer, erhält eine neue Licht- und Tontechnik, Toiletten und Duschen. Computerzeichnung: Architekturbüro Döring

Kaufungen. Das Kaufunger Bürgerhaus soll nach den Plänen des einheimischen Architekten Joachim Döring saniert werden. Diesen Beschluss fasste die Gemeindevertretung am Donnerstag mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen, dagegen hatten GLLK und KWG gestimmt.

Hatte das Büro Amma und Kimpel noch mit 1,8 Millionen Euro kalkuliert, so liegt Dörings Kostenrechnung nun bei 2,4 Millionen Euro. Rechnet man die rund 415 000 Euro für Bestuhlung, Saaltechnik und die Küche des Restaurants Tresor hinzu, dürfte das runderneuerte Bürgerhaus knapp drei Millionen Euro kosten.

Die Kostensteigerung brachte in der letzten Sitzung des Jahres noch einmal die Gemüter der Abgeordneten in Wallung. Klaus Höfgen (KWG) sprach von mindestens 3,1 Millionen, Helmut Bring (SPD) hielt eine Zahl jenseits von vier Millionen für „realistischer“.

Architekt Döring hatte vorgeschlagen, zusätzlich zum bisherigen Sanierungsplan auch die Fenster und Fassaden des Hotels, der Werkstatt des Kindertheaters und des Jugendzentrums zu erneuern, was zusätzlich 50 000 Euro kosten würde. Auf Antrag der SPD wurde dies so auch beschlossen.

Außerdem soll mit Peter Viehmann, dem Pächter des Restaurants Tresor und des Hotels, über die Höhe der künftigen Pacht und eine mögliche Erneuerung der Hotelzimmer gesprochen werden.

Nachdem Döring nun den Auftrag erhalten hat, rechnet er mit dem Baubeginn im März 2012 und einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Das neue Bürgerhaus könnte also im Frühjahr 2013 bezugsfertig sein. Das ist wichtig, weil dann auch die komplette Maßnahme 2013 abgerechnet werden kann.

Nur dann fließen die zugesagten Fördermittel von 1,2 Millionen, erläuterte Bürgermeister Arnim Roß (SPD). Die Gemeinde müsse dann rund 1,8 Millionen Euro aus eigener Kraft aufbringen. Ab März wird der Bürgerhaussaal bis auf das Betonskelett entkernt, nur das schöne, gut 50 Jahre alte Eichen-Parkett wird abgedeckt und bleibt erhalten. Die Bühne wird erneuert, bekommt zwei Toiletten mit Duschen. Auch der Verbindungsteil zwischen Saal und Rathaus wird bis auf die tragenden Wände komplett erneuert.

Offen ist noch laut Döring, ob der Saal wieder eine Trennwand erhält, sodass zwei Veranstaltungen gleichzeitig ablaufen können.

Die jetzige Betonkonstruktion könnte den schalldichten Raumteiler nicht tragen, ein stählerner Tragerahmen müsste eingezogen werden. Dies würde inklusive Trennwand Mehrkosten von geschätzt 100 000 Euro verursachen. HINTERGRUND

Von Thomas Stier

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