Sandershäuser Berg: Gemeinde Niestetal lässt Kosten ermitteln

Niestetal / Kassel. Experten werden im Auftrag der Gemeinde Niestetal die Kosten für eine Erweiterung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg und einen Anschluss des Areals an die Autobahn 7 berechnen. Darin sollen auch alle Folgekosten enthalten sein.

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Das kündigte Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) gegenüber der HNA an. Der Verwaltungschef warnt im Zusammenhang mit dem Sandershäuser Berg vor „überstürzten Beschlüssen“. Die Gemeinde habe die Botschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit Freude aufgenommen. Gleichwohl müsse man sich „mit Bedacht den anstehenden Aufgaben und Problemen zuwenden“. Aus der Sicht Sieberts muss zunächst geklärt werden, wie groß der Bedarf an Gewerbeflächen ist. Weil sich seit dem Beginn der Diskussion um den Sandershäuser Berg im Landkreis Kassel vieles getan habe, müsse die Situation „sehr genau und kritisch“ beleuchtet werden, sagte Siebert. Der Bürgermeister verweist auf ein weiteres Problem. Ein Großteil der Fläche, die für eine Erweiterung des Gewerbegebiets benötigt wird, befindet sich in Privateigentum. Dabei gehe es „nicht einfach um Grundstücke, sondern teilweise um Existenzen“. Betroffen von einer Erweiterung wäre nach Informationen der HNA unter anderem das Gut Ellenbach, ein Reiterhof mit Pferdepension.

Fotos: Die SMA-Halle am Sandershäuser Berg

SMA-Halle am Sandershäuser Berg

Die Gemeinde Niestetal freue sich über das Interesse der anderen Städte und Gemeinden an einer gemeinsamen Entwicklung des Gewerbegebiets. Zunächst aber müsse die Niestetaler Gemeindevertretung grundsätzliche Entscheidungen treffen, die eine Erweiterung erst möglich machen.

Andreas Siebert

Das Bundesverkehrsministerium in Berlin hat gestern gegenüber unserer Zeitung noch einmal sein Ja zum Bau einer neuen A 7-Anschlussstelle am Sandershäuser Berg bekräftigt. „Damit besteht für die hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung die Voraussetzung, um die Projektplanung einzuleiten“, hieß es. Grundsätzlich gelte: Wenn eine Autobahnanschlussstelle verkehrstechnisch für notwendig befunden werde, komme der Bund entsprechend den Regeln des Bundesfernstraßengesetzes für die Bau- und die Betriebskosten auf.

Von Peter Ketteritzsch

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