Nachwuchs von Feuerwehr und DRK rückte bei Aktionstag zu 18 Einsätzen aus

Jugend übte 24 Stunden

Wie bei der Berufsfeuerwehr: Höhepunkt einer 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren Rothwesten und Simmershausen sowie des Simmershäuser Jugendrotkreuzes war der gemeinsame Einsatz auf Gut Winterbüren in Fuldatal-Rothwesten. Bei einem mit Diskonebel simulierten Scheunenbrand mussten die Kinder unter anderem Laienschauspieler mit geschminkten Verletzungen bergen.

Fuldatal. „Das war richtig aufregend“, sagt Maximilian Rühl und nimmt seinen Helm ab. Der Neunjährige steht nassgeschwitzt vor der Scheune auf Gut Winterbüren (Fuldatal-Rothwesten) und verstaut mit seinen Kameraden von der Jugendfeuerwehr Simmershausen den noch tropfenden Schlauch im Tanklöschfahrzeug.

Die Kinder der Simmershäuser Jugendfeuerwehr sowie des Jugendrotkreuzes haben während ihrer 24-Stunden-Übung in elf, die Jugendfeuerwehr Rothwesten in sieben Einsätzen ihr Können gezeigt. Highlight des Aktionstags war die gemeinsame Übung auf Gut Winterbüren.

Mithilfe von Diskonebel hatten die Organisatoren um Gemeindejugendfeuerwehrwart Stefan Finger einen Brand mit vier Verletzten simuliert. „Wir versuchen, die Übungen dort zu machen, wo wir niemanden gefährden“, sagt Finger. Als nach dem Mittagessen in beiden Feuerwehrhäusern der Alarmgong ertönt, schlüpfen die Sechs- bis 17-Jährigen eilig in ihre Ausrüstung, klettern in die abfahrbereiten Lösch- und Rettungsfahrzeuge und düsen mit Blaulicht zur Scheune.

Maximilians Einsatzgruppe soll als Angriffstrupp Verletzte bergen. Zu viert laufen sie in die dunkle Scheune, tasten sich durch den Qualm und tragen wenig später einen Verschütteten mit geschminkter Platzwunde ins Freie. Ziel der 24-Stunden-Übung ist es, verschiedene Einsatzszenarien zu trainieren.

So rückten die Kinder bereits am Vormittag zu einem Gasalarm in einem Kindergarten aus, selbst um Mitternacht gab’s Alarm. Nach 40 Minuten war auch die Lage auf Gut Winterbüren unter Kontrolle. „Die Kinder haben erstklassige Arbeit geleistet und sich untereinander gut ergänzt“, lobte Finger anschließend. „In unserem Geschäftsgebiet ist die Aktion einzigartig und zugleich vorbildlich“, sagte Dieter Michel (DRK Kassel-Land) nicht ohne Stolz.

Für die 33 Kinder und mehr als 20 Betreuer war der Tag aber noch lange nicht vorbei. Schließlich lautete das Motto der Übung: 24 Stunden – wie bei der Berufsfeuerwehr.

Von Sebastian Schaffner

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