Konfirmationsmesse in der Stadthalle: jede Menge Aktion und Informationen

Jugendarbeit im Zeitraffer

Interessierte Gäste: Gisela Mohr (von links), Manfred Mertschuweit und Gisela Harte schauten sich die Ausstellung an.

baunatal. Tischdekoration, Klamotten, Geschenke – wie hat sich die Konfirmation und der dazugehörige Unterricht eigentlich im Laufe der Zeit verändert? Diesen Fragen konnten die Besucher am Sonntag bei einer Konfirmationsmesse in der Baunataler Stadthalle nachgehen.

Die Veranstaltung war ein Gemeinschaftsprojekt der Kirchengemeinden Altenritte-Großenritte und Baunatal-Mitte in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Konfirmandenunterricht im Pädagogisch-Theologischen Institut der Evangischen Kirche Kurhessen Waldeck (Kassel).

Erfolgsmodell für alle

„Konfirmandenarbeit ist ein Erfolgsmodell, für die Kirche nicht weniger als für die Jugendlichen, für die Familie nicht weniger als für die Gesellschaft“, sagte einmal Dr. Friedrich Schweitzer, Professor für Praktische Theologie/Religionspädagogik der Universität Tübingen. Die Organisatoren der Konfirmationsmesse griffen genau diese These auf und schafften eine Veranstaltung zum Thema „Konfirmation und Konfirmandenarbeit“ die durch ihre Vielfältigkeit Junge wie Ältere gleichermaßen ansprach.

Auch Gisela Mohr (67, Altenbauna) und Manfred Mertschuweit (74, Kirchbauna) waren gekommen. Gerade für junge Menschen sei vor allem die Ausstellung sehr interessant, da waren sich die beiden einig. Gisela Harte (62, Rengershausen) erkannte sofort, dass heute viel mehr wert auf den Umgang miteinander gelegt wird als früher.

Neben der Ausstellung, die schon seit einigen Wochen im Rathausfoyer zu sehen ist, gab es jede Menge mehr zu erleben. Nach einem Auftaktgottesdienst, bei dem unter anderem die Konfirmanden und die „Punkt 5 Band“ mitwirkten, begann ein facettenreiches Programm mit Musik, Lesungen, Tanz, Modenschau und Podiumsdiskussion. Außerdem gab es einen Markt der Möglichkeiten, Workshops und erlebnispädagogische Spiele.

„Kirche ist moderner und lockerer geworden.“

Pfarrer Günter Törner

Bei einem Rollenspiel zeigte eine Gruppe von Gemeindemitgliedern und Baunataler Pfarrern im Zeitraffer, wie sich die Jugendarbeit und der Konfirmandenunterricht vom Katechismus Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute verändert hat. „Kirche ist moderner und lockerer geworden“, sagte Pfarrer Günter Törner.

Einst Ein-Mann-Unterhalter

Früher sei der Pfarrer ein Ein-Mann-Unterhalter gewesen, der die Bedeutung des Evangeliums vermittelte. Heute stärke man die Kinder und schaffe Situation, in denen man ihnen das Evangelium nahe bringen könne, erläuterte er.

Von Tina Hartung

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