Streetworker aus Lohfelden berichtete

Jugendliche stehen im Blickfeld

Lars Hüninghaus

Lohfelden. „Wir orientieren uns an den Problemen, die Jugendliche haben, nicht an den Problemen, die Jugendliche machen“, sagte Streetworker Lars Hüninghaus bei seinem Bericht über die aufsuchende Jugendarbeit in Lohfelden. Der Sozialpädagoge informierte die Gemeindevertreter über seine Arbeit und traf dort vor dem Hintergrund der Vandalismus-Serie in Lohfelden auf großes Interesse.

Seine Arbeit bestehe vor allem darin, Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen, sagte Hüninghaus. Die Kontakte seien gut, mit 25 bis 30 Jugendlichen spreche er pro Woche – zumeist auf der Straße –, das bedeutet 1300 Kontakte pro Jahr. „Wir kennen einen großen Teil der Jugendlichen, viele auch mit Namen“, sagte er.

Ziel sei es, benachteiligte Jugendliche in bestehende Angebote einzubinden und zusammen mit den jungen Menschen eigene Aktivitäten zu entwickeln. Die Nöte der Jugendlichen drehen sich laut Hüninghaus um Schule und Arbeit, familiäre Probleme, Drogen- und Alkoholkonsum, Kriminalität, aber auch um Krankheiten und Überschuldung. Grundlage sei gegenseitiges Vertrauen.

Als Streetworker arbeite er mit dem Jugendamt, den Schulen, dem Ordnungsamt und der Polizei zusammen, sagte Hüninghaus. Bei Straftaten wie der Zerstörung der Wartehäuschen müsse man die Polizei rufen.

Dass die Zerstörung von 15 Bushäuschen mit einem Schaden von 30 000 Euro aufs Konto von Lohfeldener Jugendlichen geht, dafür gibt es keine Anzeichen. Es könne sich auch um auswärtige Jugendliche handeln, die mit dem Auto anreisten, sagte Hüninghaus der HNA. (hog) Archivfoto: Wohlgehagen

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