Ausstellung aus Bad Emstal über aussterbende Berufe läuft bis Mitte Juni im Kasseler Kreishaus

Wie junge Leute altes Handwerk sehen

Eine spannende Lebensgeschichte: Ute Neumann (links) und Anneliese Heine stehen vor Bild und Text über Stellmacher und Hausschlachter Hans Schaumlöffel aus Bad Emstal-Sand. Foto: Wohlgehagen

Kassel. Kreis Kassel. „Wir öffnen Türen und Fenster“ ist der Titel einer Ausstellung im Kreishaus in Kassel über die Begegnung von Schülern aus Bad Emstal mit Handwerkern aus dem Wolfhager Land, deren traditionelle Berufe zum Teil vom Aussterben bedroht sind. Die Foto- und Textdokumentation der Christine-Brückner-Schule und des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal mit 19 Arbeiten wird bis 17. Juni im Foyer der Kreisverwaltung gezeigt.

„Es begann mit einer Umfrage im Fach Arbeitslehre“, sagte Lehrer Ulf Jung-Kley, von dem die Fotos stammen. Seine 14- und 15-jährigen Schüler hatten herausgefunden, dass einige Handwerksberufe bereits in der dritten oder vierten Generation in einer Familie ausgeübt wurden. Es folgten Begegnungen und Interviews mit Schmied Ickler, Müller Wöllenstein, Grischäfer-Gastwirt Holzhauer und anderen Handwerkern, die den Stoff für spannende Geschichten lieferten.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert begrüßte während der Eröffnung der Ausstellung die Besucher, darunter den Direktor der Christine-Brückner-Schule, Wolfgang Engelmeyer, und den Vorsitzenden des Kultur- und Geschichtsvereins, Hartwin Neumann. Das Duo „Musik grenzenlos“ umrahmte die Vernissage mit wohltuender Unterhaltungsmusik. (ppw)

Alte Berufe, Kreishaus, Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Montag bis Donnerstag 8 bis 17, Freitag 8 bis 16 Uhr.

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