Stefanie Flohr und ihre spanischen Mitbewohnerinnen in der WG in Barcelona kommen auf die Mattscheibe

Käsekuchen fürs Fernsehteam

Kameras in der Küche: Die spanischen Studentinnen Elena, Miriam und Ana sowie Stefanie Flohr aus Kirchbauna mit einem Fernsehteam der Fernsehstation „la Sexta“, das für die Sendung „Piso compartido“ (deutsch: Wohngemeinschaft) filmte. Foto: bf

Barcelona / Baunatal. Vor Kurzem bin ich umgezogen. Jetzt wohne ich zusammen mit drei Spanierinnen näher am Zentrum und meiner Universität. Wohnungssuche in Barcelona ist eigentlich kein Problem, von den einen auf den anderen Tag werden Zimmer frei. Ich habe auch nur einen Tag suchen müssen, um etwas Passendes zu finden.

Bei der Wohnungssuche bekam ich interessante Einblicke, wie andere Menschen hier leben. Oft habe ich Zimmer mit winzigen Fenstern oder sogar ohne Fenster gesehen, die aber im Monat für 400 Euro vermietet werden.

In meiner neuen WG wurde ich sehr herzlich aufgenommen.

In der Wohnung befinden sich schon an vielen Gegenständen Post-Its mit dem spanischen Wort drauf, damit ich die alltäglich gebrauchten Begriffe wie zum Beispiel Wäscheständer oder Pfanne lerne. Neben der spanischen steht die deutsche Bedeutung – so wollen meine Mitbewohnerinnen etwas Deutsch lernen.

Bereits am vierten Tag in meiner neuen Wohnung hatten wir Besuch vom Fernsehen. Da ich nur bis Ende Juli in Spanien bleibe, suchen die Mädels bereits eine Nachmieterin. Außerdem zieht noch eine weitere aus, sodass die zwei Zimmer neu belegt werden sollen.

In Spanien gibt es eine Art Dokumentationsreihe über Wohngemeinschaften, die Mitbewohner suchen. Das soll eine Gelegenheit sein, sich und seine Wohnung vorstellen zu können. Und dafür wurde meine WG ausgewählt.

Am Morgen waren wir alle ganz aufgeregt, bevor das Kamerateam ankam. Wir wussten ja auch nicht, was uns erwartet. Nachdem Kameras und Beleuchtung aufgebaut waren, musste sich jede von uns einzeln vorstellen. Meinen vorher zurechtgelegten spanischen Satz hatte ich vor lauter Aufregung ganz vergessen.

Dann wurde jedes Zimmer vorgestellt, und der Moderator hat jeder Bewohnerin einzeln ein paar persönliche Fragen über das Zusammenleben mit den anderen gestellt. Da ich ja noch nicht so lange hier bin, konnte ich auch nicht viel sagen.

Zum Abschluss wurden wir beim gemeinsamen Kochen und anschließenden Essen gefilmt. Den Abend zuvor hatten wir zusammen noch einen deutschen Käsekuchen gebacken. Das hat dem Kamerateam so gut gefallen, dass ich erklären musste, wie dieser Kuchen gebacken wird. Im Fernsehen zu sehen ist die Sendung erst im August – der ganze Tag Dreharbeiten wird auf eine halbe Stunde Sendezeit zusammengeschnitten.

Abends im Wohnzimmer waren wir vier uns einig: Was für ein Tag – so schnell bekommen wir wahrscheinlich nicht wieder ein Fernsehteam ins Haus.

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Von Stefanie Flohr

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